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Bewerbungstipps von alma mater
Bewerben auf Jobmessen
- was Interessenten vor und während einer Jobmesse beachten sollten

Recruiting-Events und Jobmessen gelten als perfekte Gelegenheiten, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen, einen guten Eindruck bei Personalern zu hinterlassen und jede Menge Informationen über Unternehmen und Karrieremöglichkeiten bei diesen zu sammeln.

Damit die Gespräche mit den Unternehmensvertretern nicht schiefgehen und Sie zwischen den anderen Besuchern auffallen, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie sich die folgenden Tipps zu Herzen nehmen:

1. Gehen Sie gezielt auf die Suche und informieren Sie sich vorab über die Unternehmen
In der Masse der Informationsangebote verliert man schnell den Überblick. Informieren Sie sich rechtzeitig und machen Sie sich eine Liste mit Unternehmen, die sie besuchen möchten. Desinteressierte, ziellose Besucher sind wenig attraktiv für Unternehmen und machen eher einen schlechten Eindruck.

2. Bewerbungen vorbereiten
Damit man den Unternehmensvertretern im Gedächtnis bleibt, sollte man immer ein paar Kurzbewerbungen mitnehmen. Neben einem knappen Anschreiben und dem Lebenslauf kann hier natürlich auch die „dritte Seite“ eingefügt werden. Ein Foto ist zwar kein Muss mehr, hilft dem Gedächtnis des Personaler später aber auf die Sprünge!

3. Gezielt Fragen stellen – und zwar im eigenen Interesse
Viele Unternehmen bieten Unmengen an Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten für Absolventen verschiedenster Fachrichtungen. Notieren Sie sich vorab, was für Sie selbst wichtig ist und stellen Sie hierzu gezielt Fragen, wenn sie die Antworten nicht während der Vorbereitung finden konnten. So finden Sie schnell heraus, ob das Unternehmen überhaupt das bietet, was Sie selbst suchen!

4. Jeans oder Anzug?
Auch wenn man vorerst nur Informationen über Unternehmen sammeln möchte und vielleicht auch die Zeit für eine ausführliche Vorbereitung gefehlt hat, ist ein professionelles Auftreten in einem angemessenen Outfit Pflicht. So sollten Sneaker und Jeans besser daheim bleiben – schließlich weiß man nie, welche Chancen sich ergeben!

5. Händchen halten und Kaffeeklatsch
Schön, wenn man Begleitung für die Jobmesse gefunden hat aber die Unternehmen sollte man am besten allein besuchen. Ständiges Turteln oder „Zusammengehocke“ mit Freunden sind nicht unbedingt die beste Art, Selbstständigkeit zu demonstrieren!
Wie finde ich den richtigen Job?
1. Informationen sammeln

Vielfach vergessen Bewerber Informationen über den angestrebten Beruf, die Branche oder die aktuelle Marktlage zu sammeln und bewerben sich willkürlich. Die Erfolgsquote liegt jedoch bei einer gründlichen Recherche weitaus höher.

Bevor Du auf die Suche gehst, solltest Du wissen, was Du beruflich willst. Kennst Du Deine Wünsche sowie Deine fachlichen und persönlichen Fähigkeiten? Mit anderen Worten: Deine Marschrichtung sollte spätestens jetzt feststehen. Formuliere ein Ziel, das Deinen Berufswunsch, die Branche und ggf. bereits das Unternehmen berücksichtigt. Dieses Ziel solltest Du durch den gesamten Bewerbungsprozess leiten.
Dazu ist es notwendig, immer top informiert zu sein. Sammele möglichst viele Informationen über die Arbeitsmarktsituation, Branchen, Unternehmen und Einstiegsmöglichkeiten.

Um die Situation auf dem Arbeitsmarkt einzuschätzen und um global über Unternehmen und Branchen Bescheid zu wissen, dienen Fachzeitschriften und der Wirtschaftsteil der Tagespresse als wichtigstes Medium. Für Bewerber dürften vor allem expandierende und sich dynamisch entwickelnde Unternehmen interessant sein.

Als primäre Informationsquelle wird vermehrt das Internet genutzt. Hier kannst Du dir schnell einen Überblick verschaffen. Jede Information ist zur Karrierefindung wichtig. Nutze dabei auch das Telefon oder den E-Mail-Kontakt, um bei Unternehmen direkt nachzufragen. Grundsätzlich stehen Unternehmen der E-Mail positiv gegenüber. Für eine erste Kontaktaufnahme ist sie sehr gut geeignet. Es gilt: Wenn Unternehmen eine E-Mail-Adresse angeben, solltest Du diese nutzen.
2. Stellen in Printmedien suchen

Wenn Du dich umfassend informiert hast, heißt es: regelmäßig im Stellenmarkt der Zeitungen Ausschau halten und nach passenden Angeboten suchen. Überlege Dir vorab, welches Medium für Deine individuelle Suche am ehesten geeignet ist. Folgende Möglichkeiten hast Du zur Auswahl:

  • Tageszeitungen in Deiner Nähe
  • überregionale Zeitungen
  • Fachzeitschriften
  • Firmenbroschüren
  • Branchenbroschüren
  • Branchenfernsprechbuch (Gelbe Seiten)
  • Nachschlagewerke (z.B. Hoppenstedt)
  • Messekataloge
  • Stellenanzeigen in Tageszeitungen bieten eine hilfreiche Orientierung bei der Sondierung des regionalen und überregionalen Stellenmarktes. Da der Stellenmarkt darin aber sehr ausführlich ist und von vielen großen Unternehmen genutzt wird, ist es einfacher, in den Online-Stellenmärkten der überregionalen Zeitungen zu suchen. Wie bei anderen Jobsuchmaschinen auch können Sie durch eine Eingabemaske die Angebote eingrenzen. Zum Beispiel:

    www.zeit.de/jobs/index
    www.stellenmarkt.sueddeutsche.de
    http://fazjob.net/

    Oder nutze einfach die alma mater Stellenbörse mit über 1.100 Angeboten

    Hast Du eine passende Stelle gefunden? Dann solltest Du Dich möglichst bald bewerben; jedoch nicht überstürzt und unüberlegt, sondern wohlüberlegt und professionell. Die Zeitspanne Deiner Bewerbung auf eine Anzeige sollte in der Regel zwischen zwei und maximal vier Wochen betragen. Ist es Dir nicht möglich, diesen Zeitraum einzuhalten, solltest Du die späte Reaktion durchaus in Deinem Anschreiben begründen.

    Bevor Du dich bewirbst, solltest Du ausreichend Informationen über den ausgeschriebenen Beruf und die Tätigkeit sammeln. Besorge Dir individuelle Informationen über das Unternehmen, bei dem Du dich bewerben möchtest. Dazu gehören auch Informationen über die Produkte des Unternehmens sowie über die Branche, in welcher das Unternehmen tätig ist.

    Ganz wichtig: Merke Dir den Namen der zuständigen Ansprechpartner im Unternehmen, das heißt von der Person, mit der Du persönlich sprechen willst. Wenn Du bereits mit ihr/ihm telefoniert hast, solltest Du Dir den Namen umso dringender merken. Ordne alle Deine Informationen, um sie schnell wiederzufinden. Halte auch die Art Deiner Bewerbung fest.
    3. Richtiges 'Stellenanzeigen-Lesen`

    Die erste Frage beim Durchblättern des Stellenmarktes lautet: Kommt die ausgeschriebene Stelle für mich in Frage? Um das herauszufinden, solltest Du das Anforderungsprofil in der Stellenanzeige mit Deiner Selbstanalyse vergleichen. Eine grobe Richtung bietet die folgende Annahme: Wenn Du wenigstens 60 Prozent der erforderlichen Kriterien erfüllst, hat Deine Bewerbung eine Chance. Hast Du den Eindruck, dass Du die Anforderungen nicht erfüllst, prüfe, ob es sich dabei um „Muss“- oder „Kann-Kriterien“ handelt.

    Ein Beispiel: Das Unternehmen wünscht sich gute Englischkenntnisse in der Anzeige. Hier kannst Du ggf. Dein Englisch durch entsprechende Kurse aufbessern. Wenn ein internationales Unternehmen Englischkenntnisse in Wort und Schrift verlangt, hättest Du kaum eine Chance. Bei den Software-Kenntnissen ist es ähnlich. Fehlende Kenntnisse in den standardisierten Programmen kannst Du mit dem Hinweis auf Routine in verwandten Anwendungen ausgleichen. Handelt es sich um spezielle Programmiersprachen, ist dies jedoch nicht möglich.

    Fazit:
    Die Stellenanzeigen aufmerksam lesen und im Anzeigentext erkennen, ob eine Bewerbung ohne die entsprechenden Kenntnisse oder Fähigkeiten Sinn macht.

    Grundsätzlich gilt jedoch: Mache immer deutlich, dass Du zum Einarbeiten und zur Weiterbildung bereit bist. Zeige Deine Neugierde. Noch ein Tipp: Wenn Du der Meinung bist, dass bei einer Stellenanzeige ein wichtige Anforderung fehlt, benenne das in Deiner Bewerbung, wenn Du die Kenntnis oder Fähigkeit aus Deiner Berufspraxis belegen kannst.
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    Bewerbungstipps von Bewerberblog
    Die richtigen Fragen am Telefon

    Um sich optimal auf eine Stelle und das eventuell anstehende Vorstellungsgespräch vorzubereiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Informationsbeschaffung. Man kann die Stellenbeschreibung ausführlich lesen, im Internet nach Informationen recherchieren oder in dem Unternehmen anrufen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Denn die Dos and Taboos können am Ende vielleicht sogar über eine Einladung oder eine Ablehnung entscheiden – auf jeden Fall hinterlässt man einen Eindruck, ob der immer positiv ist, hängt von der gestellten Frage ab:

    Fragen, die man auf keinen Fall stellen sollte:

    - Sind Sie gerade an Ihrem Arbeitsplatz? Ich würde jetzt meine Bewerbung per E-Mail zu Ihnen schicken

    - Ich habe Ihnen gerade meine Bewerbung per E-Mail geschickt. Haben Sie die schon erhalten?

    - Muss man diese Qualifikation, die im Stellenangebot steht, wirklich haben?

    - Könnte ich meine Bewerbung zurückhaben? Ich möchte mich gern woanders bewerben und haben die Dokumente auf meinem PC aus Versehen gelöscht.

    - Ich bin die Mutti von Karin Kannix – Kann sich meine Tochter bei Ihnen bewerben?

    - Ganz generell: Fragen, die sich schon aus dem Stellenangebot ergeben oder die man durch einfache Recherche im Internet selbst beantworten kann
    Fragen, die einem tatsächlich weiterhelfen können:

    - Wie gestaltet sich der Auswahlprozess? (vor allem bei Initiativbewerbungen)

    - Ist die ausgeschriebene Stelle auf der Jobbörse noch aktuell? (vor allem dann, wenn das Ausschreibungsdatum schon länger zurückliegt oder kein Datum angegegeben ist)

    - Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

    - Ich interessiere mich für mehrere Stellenangebote – Soll ich jeweils separate Bewerbungen schreiben oder reicht eine Komplettbewerbung?

    - Wie ist der aktuelle Stand meiner Bewerbung? (Aber Achtung – Diese Frage hat Nervpotenzial. Es wäre besser erst nach ein bis zwei Wochen nachzuhaken, außer man ist in Entscheidungsnöten, weil man noch ein anderes Angebot vorliegen hat.)

    - Allgemein, wenn es Unklarheiten im Stellenprofil oder bei der Form der Bewerbung gibt

    Grundsätzlich sollte man nur dann anrufen, wenn man auch tatsächlich eine Frage hat. Nur anzurufen, um sich ins Gedächtnis zu rufen, sollte man tunlichst vermeiden. Sein Ziel hat man zwar dann erreicht, aber wahrscheinlich nicht mit dem erwünschten Resultat. Denn man sollte auch die Situation des Personalers auf der anderen Seite nachvollziehen können: Er wird durch einen unnötigen Anruf aus der Arbeit gerissen und ist darüber sicher nicht gerade erfreut. Da wäre es noch von Vorteil für den Anrufer, wenn er den Namen gleich wieder vergisst.

    Viel Erfolg wünscht das Team von BEWERBERBLOG
    Wann sollte man zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen?

    Die Frage kann eigentlich ganz einfach beantwortet werden: pünktlich! Aber wann ist pünktlich? Eine halbe Stunde vorher? 10 Minuten vorher? Genau zum vereinbarten Zeitpunkt? Oder doch gleich zwei Minuten später – meistens haben die Chefs ja vorher eh keine Zeit?

    Minuspunkte handelt man sich auf jeden Fall ein, wenn man zu spät kommt – dafür gibt es leider auch keine Entschuldigung. Das Argument, dass die Personalverantwortlichen ja auch ziemlich im Stress sind und vorher eh keine Zeit haben, zählt nicht – schließlich kann es ja doch sein, dass sich alle Beteiligten die nötige Zeit genommen haben und dann nur noch auf den Bewerber warten. Das wäre ziemlich peinlich. Sollte man sich dennoch verspäten, ist es hilfreich vorher kurz anzurufen und seine Verspätung anzukündigen – das wirkt zumindest etwas „vorbeugend“. Also nicht vergessen: Die Telefonnummer und den Ansprechpartner ins Handy einspeichern, bevor man sich zum Interview aufmacht!

    Viel zu früh zu kommen ist aber auch nicht gerade das Nonplusultra. Ebenfalls aus den oben genannten Gründen. Der Personaler oder Geschäftsführer nimmt sich für den Bewerber Zeit, um ihn kennen zu lernen. Und diese Zeit fängt mit der vereinbarten Uhrzeit an und nicht eine halbe Stunde früher. Wenn man doch schon sehr viel eher da ist, kann man sich die Zeit ja noch etwas vertreiben und sich die Gegend angucken, einen Kaffee trinken oder noch mal seine Bewerbungsunterlagen durchgehen.

    Wenn man 5 bis 10 Minuten vor dem vereinbarten Termin zum Gespräch erscheint, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite: Man zeigt so, dass man pünktlich ist und muss auch nicht mehr allzu lange warte, bis das Interview endlich losgeht.

    Viel Erfolg wünscht das Team von BEWERBERBLOG
    Individuelle Bewerbungsformen: Ist Kreativität gewünscht? Wie weit darf man gehen?

    Folgt man den ganzen Ratgebern im Netz, beschleicht einen nicht selten dieses unheimliche Gefühl, dass es nur DIE EINE richtige Bewerbung geben kann: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – fertig!

    Aber was ist mit kreativen Bewerbungen? Zum Beispiel über neue Kommunikationskanäle wie Twitter, in Form einer PowerPoint-Präsentation oder gar als kreatives Bastelkunstwerk? Immer wieder wird davor gewarnt, besonders ausgefallen und extravagant zu sein. Lieber nüchtern und konservativ. Andererseits betonen Unternehmen auch immer, dass man sich als Bewerber hervortun muss – aus der Masse herausstechen soll man, etwas besonderes bieten soll man. Na was denn nun? Wie soll man diese Gratwanderung vollbringen?

    Ich empfehle, dass man sich zunächst einmal das Unternehmen anschaut, bei dem man sich bewirbt: Wie ist der Web-Auftritt? Welche Produkte bietet das Unternehmen an? Welchen Eindruck vermittelt das Unternehmen? So kann man sich ein erstes Bild verschaffen und kann einschätzen, wie das Unternehmen so „tickt“.

    Macht das Unternehmen einen eher konservativen Eindruck, rate ich von einer ausgefallen Bewerbung ab. Denn die Gefahr, dass eine allzu kreative Bewerbung missverstanden wird, ist sehr groß. In die Kategorie „konservativ“ zähle ich vor allem Banken, Versicherungen, Beratungsunternehmen und tendenziell große (historisch gewachsene) Unternehmen. Wenn man allerdings davon überzeugt ist, dass das Unternehmen eine ausgefallen Bewerbung schätzt, spricht in meinen Augen alles dafür, auch mal etwas ungewöhnliches auszuprobieren.

    Einen weiteren Punkt, der darüber entscheiden kann, ob eine Bewerbung abseits vom Standard angebracht ist, ist der Job an sich. Bewirbt man sich beispielsweise auf eine Stelle im Verwaltungs-, Controlling- oder Rechtsbereich, ist man mit einer Standardbewerbung sicherlich besser beraten. Im kreativen Bereich (zum Beispiel im Webdesign, als Pädagoge oder auch in handwerklichen Berufen) kann man sich eine für die entsprechende Stelle individuell aufbereitete Bewerbung einfallen lassen. Aber auch im Managementbereich ist eine auffällige Bewerbung – beispielsweise in Form einer Präsentation oder ähnliches – denkbar. Und was die neuen Kommunikationskanäle betrifft, kann man sicher ein paar Punkte holen, wenn man als Social Media Experte über Twitter nach einem Job anfragt.

    Allerdings sollte man immer auch die Bewerbungsmappe (per E-Mail oder per Post) parat haben und den Unternehmen anbieten, diese nachzuschicken. So haben die Unternehmen – neben all der Individualität – die Möglichkeit einen Überblick zu bekommen und gegebenenfalls mit anderen Kandidaten zu vergleichen.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Jobsuche auf Businessportalen

    Oft genug wird gewettert, welche Nachteile soziale Netzwerke für die eigene Reputation haben können. Man sollte sich aber auch über die Vorteile und Chancen Gedanken machen, die einen zum Jobeinstieg verhelfen können.

    Businessplattformen wie Xing und LinkedIn bieten dafür die idealen Möglichkeiten. Dort kann man seine beruflichen Stationen, seinen Ausbildungshintergrund und seine Praktika eingeben und so ein professionelles Profil von sich im Netz erstellen. Zusammen mit einem ansprechenden Bewerbungsbild und ein paar treffenden Schlagworten, die verdeutlichen, dass man gerade auf Jobsuche ist, kann man sich so ein Business-Netzwerk aufbauen und sich nach Jobs umschauen. Vielleicht hat man sogar das Glück, von einem Unternehmen über solch eine Plattform angesprochen zu werden.

    Bei der Erstellung eines Profils in den verschiedenen Businessportalen sollte man allerdings folgende Punkte beherzigen:

    1. Ein professionelles Bild: Es biete sich natürlich an, das aktuelle Bewerbungsfoto zu verwenden. Auf Partybilder oder ausgeschnittene Fotos sollte man lieber verzichten.

    2. Schlagwörter: Klar, es steht alles im Lebenslauf, aber meist bieten Businessportale Extrafelder an, in denen man seine Wünsche und Gesuche noch mal gesondert aufführen kann. Wer also einen Job sucht, sollte solche Felder nutzen und mit den entsprechenden Schlagwörtern seine Auffindbarkeit erhöhen.

    3. Vollständiges Profil: Hier sollte man neben den Zeiträumen und der Tätigkeiten auch eine kurze Tätigkeitsbeschreibung mit vorstellen. Schließlich kann man ja keine Zeugnisse oder Zertifikate mitschicken, in denen man die Aufgaben noch mal nachlesen kann, die man während des Praktikums, des Studiums oder der Weiterbildung gemacht hat.

    4. Vollständige Kontaktdaten: Wie bei einer richtige Bewerbung muss man in solchen Businessportalen dafür sorgen, dass man erreichbar bleibt. Die Postanschrift ist sicher weniger von Interesse. Mit einer E-Mail-Adresse, die man regelmäßig abruft, hat man aber schon viel erreicht.

    5.Gruppen: Um sein Netzwerk weiter auszubauen, um neues Wissen zu erlangen, ist es wichtig, sich in Gruppen, die den eigenen Interessen und Berufswünschen entsprechen, beizutreten. Dort werden auch häufig Jobangebote veröffentlicht.

    Natürlich ist allein das Profil noch kein Garant für den Job. Denn wer nicht aktiv ist, wird sicher auch nicht angesprochen und gefunden. Deshalb sollte man sein Profil auch ständig aktuell halten. Außerdem sollte man sich nicht allein auf diese Möglichkeit bei der Jobsuche versteifen – ein Businessportal ist nur einer von vielen Wegen, um zu seinem Traumjob zu gelangen.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Kontaktdaten in der Bewerbung

    Eigentlich möchte man meinen, dass dieses Thema gar nicht weiter diskutiert werden muss. Schließlich ist ja klar, was alles rein muss: Name, Adresse, Telefonnummer – Fertig! Gut, ganz so einfach ist es nicht. Was ist mit E-Mail-Adresse, Handynummer oder ganz und gar ICQ-Nummer und Skype-Name? Wo sollten die Kontaktdaten stehen? Was ist mit dem Datenschutz?

    Beginnend mit der letzten Frage sollte jeder Bewerber das Vertrauen in das Unternehmen haben, in dem er sich bewirbt, dass mit seinen Daten diskret umgegangen wird. Hat man dieses Vertrauen von vornherein nicht, sollte man sich überlegen, ob der Job wirklich das Richtige ist. Außerdem hat ja auch das Unternehmen ein berechtigtes Interesse daran, die Daten von Bewerbern nicht herauszugeben, immerhin könnten potenzielle Mitarbeiter einfach zur Konkurrenz abwandern.

    Unter dieser Voraussetzung kann man also nahezu alle Kontaktinformationen bereitstellen, um für das Unternehmen erreichbar zu sein. Elementar ist dabei natürlich der Name. Hier sei darauf hingewiesen, dass man Peinlichkeiten verhindern kann, wenn deutlich wird, welcher der beiden Namen der Vorname und welcher der Nachname ist. Wenn man kein Foto mitschickt und einen Namen hat, der nicht eindeutig einem Geschlecht zugewiesen werden kann, ist es auch gut, das noch mal zu kennzeichnen. Ist man bereits verheiratet, geschieden oder hat aus anderen Gründen einen anderen Namen angenommen, dann sollte man auch den Geburtsnamen mit aufführen. Das beugt Verwirrungen vor, wenn man Zeugnisse in der Bewerbung liest, in denen ein anderer Name angegeben ist.

    Neben der Adresse und der Telefonnummer sollten vor allem auch die Handynummer und die E-Mail-Adresse mit angegeben werden. Denn oftmals muss im Unternehmen schnell entschieden werden. Und wenn man nicht erreichbar ist, kommt eben der nächste Kandidat an die Reihe. Im schlimmsten Fall verbaut man sich somit den Jobeinstieg trotz hervorragender Qualifikationen.

    Und ICQ-Nummer, AIM- oder Skype-Name? Ist das wirklich sinnvoll? Grundsätzlich halte ich es nicht für nötig, diese Kontaktdaten auch noch anzugeben, schließlich ist man mit dem Telefonhörer in der Hand doch schneller und direkter. Angemessen fände ich es allerdings bei einer Bewerbung aus dem Ausland, wenn man das Angebot eines Telefoninterviews über Skype oder sonstige VoIP-Anbieter macht. Auch bei Bewerbungen in Unternehmen, bei denen bekannt ist, dass sie solche Tools nutzen oder sogar entwickeln, ist die Angabe solcher Informationen denkbar.

    Alles in allem sollte die Devise gelten: Wenn man erreichbar sein will, muss man auch seine Kontaktdaten angeben. Schließlich kann der Personaler die Telefonnummer ja nicht erraten – oder zumindest ist die Trefferquote dafür ziemlich gering.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Das Anschreiben als Aushängeschild

    Zu einer kompletten Bewerbung gehört auch ein aussagekräftiges Anschreiben. Das Ziel des Anschreibens sollte es sein, dem Leser zu verdeutlichen, dass man auf die Stelle passt und wie sehr man an ihr interessiert ist. Dabei sollte man natürlich nicht zu dick auftragen, sondern vor allem authentisch bleiben. Hier nun ein paar Eckpunkte, die man beim Verfassen des Anschreibens beherzigen sollte:

    1.Versucht einen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Meist steht schon ein Name mit im Stellenprofil, ansonsten bietet es sich an, mal bei dem Unternehmen anzurufen.

    2.Erläutert gleich zu Beginn (oder in Betreffzeile), wo Ihr das Stellenangebot gefunden habt.

    3.Reist kurz an, wie Ihr die verlangten Qualifikationen erreicht habt und welche Motivation dahinter stand – so etwas geht meist nicht aus Zeugnissen hervor.

    4.Setzt Euch mit dem Unternehmen auseinander: Informiert Euch über das Unternehmen und prüft, ob Ihr Euch vorstellen könnt, dort zu arbeiten. Formuliert diese Gründe auch im Anschreiben.

    5.Wenn Ihr lange Pausen, Studienabbrüche oder häufige Wechsel in Eurem Lebenslauf habt, verschweigt diese nicht im Anschreiben. Vielmehr solltet Ihr sachlich begründen, wie dieser „Zick-Zack-Lauf“ entstanden ist.

    6.Versucht Eure Soft Skills zu beschreiben. Bei einer einfachen Aneinanderreihung lässt sich nicht erkennen, ob man diese Fähigkeiten tatsächlich besitzt. Teamfähigkeit habt Ihr bestimmt schon mal in einer gemeinsamen Projektarbeit erlangt und auch Eure Kommunikationsfähigkeit konntet Ihr in einer Präsentation oder bei einer Diskussion sicher schon unter Beweis stellen.

    7.Versucht bei aller Kreativität und Originalität sachlich zu bleiben. Ein „Hallo, ich bin der Mann, den Sie suchen“ sorgt eher für zweifelhafte Aufmerksamkeit.

    8.Der Ton macht die Musik – formuliert Euer Anschreiben so, dass es positiv klingt. Worte wie „leider“, „müssen“ oder auch Konjunktive haben einen negativen Beigeschmack und sind nicht wirklich überzeugend.

    9.Lasst einen Freund, Bekannten oder auch jemanden vom Fach Korrektur lesen. Rechtschreibfehler sind zwar menschlich, lassen sich aber mit der nötigen Sorgfalt gut reduzieren.

    10. Zum Schluss: Prüft noch mal das Layout, die Anschrift, alle Namen, die Betreffzeile, das Datum. Nichts ist peinlicher, wenn einem an dieser Stelle ein Fehler unterläuft.

    Ihr seht schon, dass es gar nicht so einfach ist, ein vernünftiges Anschreiben zu basteln. Es hat ja auch niemand gesagt, dass es das ist. Wenn man sich genügend Zeit nimmt und ein echtes Interesse an der Stelle hat, dann lohnt sich der Aufwand immer. Denn lieber zwei oder drei richtige Anschreiben geschrieben, als 100 allgemeine, die im Dickicht standardisierter Anschreiben untergehen.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Praxiserfahrungen während des Studiums
    Welche Möglichkeiten gibt es?

    Das Studium an sich ist eine feine Sache, doch viel zu oft fehlt der Bezug zur Praxis. Hat man dann den Bachelor-, Master- oder Diplomtitel in der Tasche, kann man sich freuen, aber ein Garant für einen Arbeitsplatz ist das noch lange nicht. Mindestens genauso wichtig sind die praktischen Erfahrungen, die man während der Semestertage sammeln kann. Doch welche Möglichkeiten gibt es denn überhaupt?

    Zuerst denkt jeder natürlich an das klassische Praktikum. Das ist ja nun in vielen Studiengängen obligatorisch. In meinen Augen ist ein Praktikum erst ab einer Dauer von 3 Monaten wirklich sinnvoll, weil man erst dann einen richtigen Eindruck bekommen hat und auch die Aufgaben verantwortungsvoller und langfristiger sind. Semesterferien oder ein Urlaubssemester bieten die idealen Voraussetzungen, mal ein bisschen Arbeitsluft zu schnuppern. Und ganz ehrlich: Wer ein halbes Jahr Praktikum gemacht hat, weiß danach auch die Uni wieder zu schätzen.

    Eine weitere Möglichkeit, praktische Erfahrung zu sammeln, bietet der studentische Nebenjob oder eine Werkstudententätigkeit. Die Vorteile hierbei: Man muss nicht extra ein Urlaubssemester opfern und kann neben dem Studium noch ein bisschen Geld verdienen. Allerdings sollte der Job zum Studium passen. Das ist natürlich nicht immer einfach, da es studienfachbedingt große Unterschiede in der Angebotsvielfalt gibt. Außerdem sollte man ein gutes Zeitmanagement haben, damit am Ende nicht das Studium leidet.

    Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob sein Weg eher in die wissenschaftliche Richtung führt, kann sich auch um eine Hiwi-Stelle an seiner Fakultät bemühen. Die Arbeit an Instituten und Lehrstühlen bietet eine gute Möglichkeit, Erfahrungen beim wissenschaftlichen Arbeiten zu sammeln. Das kann sich dann natürlich auch positiv auf weitere Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten auswirken.

    Allen Möglichkeiten gemein ist der Fakt, dass man sich neben dem Zugewinn an praktischen Erfahrungen auch ein eigenes Netzwerk aufbauen kann. Erhält man den Kontakt über das Studium hinaus aufrecht, sind durchaus auch Einstiegsmöglichkeiten denkbar. Vielleicht nicht direkt in dem Unternehmen, in dem man gearbeitet hat, aber oft ist es doch so, dass jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt…

    Und selbst wenn alle Praxiserfahrungen während des Studiums nicht das Wahre waren, dann weiß man wenigstens, was man nicht will. Diese Erfahrungen erst im „richtigen“ Berufsleben sind oft schmerzlich und nicht so leicht zu revidieren.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Anfängerfehler
    Per Telefon und per Mail und was man dagegen tun kann

    In unserer Freizeit telefonieren wir alle. Manche mehr, andere weniger, manche lieber als andere. Aber selbst wer nicht der Typ für stundenlange Telefonate ist, scheut sich doch meist nicht davor den Hörer in die Hand zu nehmen.

    Ganz anders stellt es sich dar, wenn man diese alltägliche Handlung zum ersten Mal im beruflichen Kontext durchführen soll. Da kann der unter Telefonitis leidende sich schnell zum Telefonphobiker verwandeln.Vermeidungsversuche, Schweiß auf der Stirn, die Hoffnung, dass die Kollegen irgendwann am Tag alle gleichzeitig das Büro verlassen und man seine Ruhe dafür hat, zittrige Stimme, stottern und vergessene Fragen. All das spielt sich immer und immer wieder ab. Eigentlich seltsam, aber es ist so und ich erinnere mich, dass mir mein erstes Bürotelefonat ebenso nicht leicht gefallen ist.

    Da sich all das immer wieder beobachten lässt, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, von denen ich hoffe, dass sie dem Telefonphobiker weiterhelfen werden.

    • Bleib ruhig, Anderen geht es genauso.


    • Übung macht den Meister…ein paar Telefonate später wird’s Dir leichter fallen.


    • Lass Dir gleich am Anfang erklären, wie die Technik funktioniert. Wie leite ich Anrufe weiter? Wie stelle ich einen Anrufer stumm, um mich mit den Kollegen kurz abstimmen zu können? Sind die Telefonlisten aktuell? Usw.


    • Probiere die Technik aus bevor Du das erste richtige Telefonat führen musst!


    • Höre zu, wie die Kollegen sich am Telefon melden und mach es ebenso oder frag nach, ob es eine Regelung zur Meldung am Telefon gibt. Wenn Du weißt wie Du Dich melden sollst, schreib es Dir wortwörtlich auf und kleb den Zettel an einen Ort, den Du sofort im Blick hast, wenn das Telefon klingelt! Ablesen macht es bei den ersten Versuchen leichter.


    • Wenn das Telefon klingelt, bleib cool! Kurz durchatmen, konzentrieren, lächeln (ein freundliches Gesicht, lässt die Stimme positiver klingen) und los geht’s.


    • Gerade wenn Du noch neu bist solltest Du darauf gefasst sein, dass es vor allem mit Personen, die häufiger im Kontakt zur Firma stehen einen Smalltalk geben kann, in dem man Dich versucht kennen zu lernen und sich Dir vorstellen möchte.


    • Es ist ganz normal, dass man am Anfang nicht jede Frage beantworten kann. Ist kein Kollege in der Nähe, der weiterhelfen kann, solltest Du Deinem Gesprächspartner versichern, dass Du Dich erkundigen und wieder melden wirst. Einfach nur zu sagen, dass man keine Ahnung hat, ist definitiv zu wenig.


    • Damit Du Dich auch wirklich wieder melden kannst vergiss nie, alle entscheidenden Eckdaten zum Gesprächspartner aufzuschreiben. Dabei ist es auch keine Schande noch einmal nach dem Namen zu fragen, wenn man diesen am Anfang des Gesprächs nicht verstanden hat.


    • a. Name
      b. Firma
      c. Telefonnummer
      d. Grund des Anrufs

    • Bist Du derjenige, der woanders anrufen und etwas herausfinden oder aushandeln soll, mach Dir doch vorher einfach ein paar Stichpunkte, damit Du nichts Wichtiges vergisst. Dein Gesprächspartner kann noch nicht einmal sehen, dass Du Dich einer solchen Gedankenstütze bedienst.


    • Bei all den starren Tipps habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch am Telefon ein freundliches Auftreten meist Wunder wirkt.
    In eine ähnliche Kerbe schlagen nun meine Beobachtungen zum Thema E-Mails. Die Fehler sind mir ganz genauso passiert und wahrscheinlich wird es jedem Einsteiger so gehen. Aber man kann, wenn man sich der Stolpersteine bewusst ist, vielleicht den einen oder anderen roten Kopf vermeiden.

    Also, die typischen Anfängerfehler beim Mailen sind:

    • Betreff vergessen


    • Betreff ohne Bezug zum Inhalt der Mail, weil man auf eine frühere Mail geantwortet hat um sich das Raussuchen der Adresse zu sparen


    • Mailtext in der Betreffzeile à la: “Hallo, hier ist der Text, den ich verfassen sollte”


    • unsinniger Betreff à la “Frage”, “Hallo” etc.


    • Anhang vergessen


    • Anhang ohne sinnvolle Dokumentenbezeichnng


    • Massenmail und alle Empfänger stehen in der Adresszeile statt im “bcc”


    • “Allen antworten” ohne Nachzudenken (zum Beispiel wenn der bissige Kommentar nur einen der Empfänger erreichen sollte…)


    • Vielleicht hilft es am Anfang, sich eine Art Checkliste mit den genannten Punkten an den Bildschirm zu pinnen. Oder einfach Konzentration. Wenn’s dann mit der Mail ein wenig länger dauert, hat dafür vermutlich jeder Verständnis. Mehr jedenfalls als für Mails ohne Anhang oder Betreff…

      Viel Erfolg wünscht das Team von Bewerberblog
    Hürden beim Berufseinstieg Teil 2

    Fragen verhindert Fehler

    Eine ausgesprochen wichtige Regel beim Eintritt in einen neuen Job ist „Fragen stellen!”. Man kann nicht alles wissen und auch nicht alles aus der Situation heraus erkennen. Der offenste und einfachste Weg ist es, gezielt danach zu fragen, wie es sich mit der Küchenordnung, der Mittagspausenregelung und so weiter und so fort verhält. Über diese Fragen kann man letztlich nicht nur Informationen sammeln und Fehler vermeiden, sondern gleichzeitig den Einstieg in ein Gespräch finden und somit wieder Beziehungen aufbauen.

    Menscheln muss es

    Gerade für Berufseinsteiger mag das ein wenig befremdlich klingen, aber in den ersten Tagen im Job entscheidet die Beziehung, die man zu den Kollegen aufbaut darüber, wie man selbst in der Folgezeit zu Recht kommen wird. Ist man neu, ist jedem klar, dass man nicht sofort Wunder vollbringt. Der Aufbau der Beziehungen lässt sich jedoch nicht verschieben. Also gilt, Kontakte knüpfen. Wird man im Gang gefragt, wer man ist, ist das die richtige Situation, um ein klein wenig von sich zu erzählen, aber auch die Chance das Gegenüber in ein kurzes Gespräch zu verwickeln und sich nach seinem Hintergrund zu erkundigen. Verschlossenheit und Geheimniskrämerei sind hier völlig fehl am Platz. Besser ist es, offen zu sein und ruhig auch Gefühle einfließen zu lassen. Wer seine Aufregung oder seine Freude kommuniziert, weckt auch in seinem Gegenüber Emotionen und schafft mit nur wenigen Worten ein vertrauliches Verhältnis. Selbstverständlich bedeutet dieser Tipp nicht, dass man sich jedem sofort offenbaren soll. Zu viel Vertraulichkeit kann sich auch wieder negativ auswirken. Schließlich fällt es zumindest in diesem Stadium schwer zu erkennen, wer vielleicht die falsche Person ist, um Persönliches zu besprechen.

    Auch sollte man sich nicht sofort vollumfänglich nur einer Gruppe anschließen. Am Anfang ist es entscheidender, mit allen ein wenig zu menscheln.
    Der Umgang mit Fehlern

    Sollte es geschehen sein, dass einem doch ein Fehler unterlaufen ist, gilt es diesen offen anzusprechen. Nicht rausreden, rechtfertigen oder den eigenen Fehler auf andere schieben sondern klar sagen, was geschehen ist, wie man die Auswirkung einschätzt. Am besten schon einen Lösungsvorschlag parat haben und dann um Rat und Hilfe bitten. Beim groben Blick über die gegebenen Hinweise gilt also wieder einmal: Authentizität, Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Offenheit zahlen sich aus.

    Viel Erfolg wünscht das Team von BEWERBERBLOG
    Hürden beim Berufseinstieg Teil 1

    Eine Hürde, der sich viele Bewerber gar nicht gleich bewusst sind, wird deutlich, wenn man nach einer guten Bewerbung und einem positiv verlaufenen Gespräch den ersehnten Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Im ersten Moment mag man sich denken, „Super, was soll schon noch schief gehen.” Jedoch sollte man nicht übersehen, dass es mit dem ersten Schritt in die neue Firma noch genug Stolpersteine gibt, die im Weg herumliegen können. Das soll nun niemanden in Panik versetzen, aber so ein wenig Sensibilisierung auf das Thema kann sicher nicht schaden.

    Grundsätzlich habt Ihr natürlich schon erst einmal allen Grund Euch zu freuen. Schließlich habt Ihr Euch vermutlich gegen eine Reihe von Mitbewerbern durchgesetzt und somit schon einmal alle Voraussetzungen erfüllt, um nun auch die nächste Hürde mit Bravour zu nehmen. Also worauf kommt es nun an?
    Liebe auf den ersten Blick

    Der erste Eindruck ist wie in so vielen Momenten entscheidend. In unseren Köpfen dauert es, treffen wir auf uns noch unbekannte Personen (in diesem Fall sind es die neuen Kollegen), nur wenige Momente, um ein ersten Eindruck zu bekommen. In Sekundenbruchteilen haben wir für uns wichtige Eckdaten wie Geschlecht, Alter, Kleidung, Stimme, Körperhaltung, Selbstsicherheit und so weiter gescannt und gespeichert. Auch nach diesen Momenten nehmen wir Eigenschaften unseres Gegenübers weiter auf, doch prägen diese nicht mehr so stark wie die ersten gewonnenen Eindrücke. Damit wird deutlich, dass hier sowohl Chance als auch Risiko verborgen liegen. Also einmal tief durchatmen und auf in die neue Umgebung. Mit einer nicht überheblichen Selbstsicherheit, Herzlichkeit und etwas Charme sollten sich diese entscheidenden Sekunden meistern lassen.
    Wo der Hase lang läuft

    Davon ausgehend, dass Ihr Euch bei den ersten Kollegen gut eingeführt habt, geht die Aufgabe damit weiter herauszufinden, welche Spielregeln es im neuen Büro zu beachten gibt. Wenn man nicht gerade schon jemanden kennt, der auch in der Firma arbeitet oder gearbeitet hat, wird es eher schwierig, im Vorfeld etwas zum Team und seiner Arbeitsweise zu erfahren. Allerdings hilft es hier weiter, sich mit offenen Augen im neuen Umfeld zu bewegen. Schnell kann man so erkennen, wo es versteckte Spielregeln zu beachten gibt.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, den man sich hierbei zu Herzen nehmen sollte, ist, mit allen negativen Eindrücken des vorangegangenen Arbeitgebers abzuschließen. Hier verbirgt sich eine neue Chance in einem neuen Umfeld, das nicht weiß, was woanders möglicherweise schief gelaufen ist.
    Eigensinn

    Ein gern genommener Fehler bei Neulingen lässt sich wohl mit Besserwisserei beschreiben. Es ist ganz natürlich, dass man auch fachlich den Wunsch hat, sich im besten Licht zu präsentieren. Hierbei ist insofern Vorsicht geboten, als dass man sich damit unbeliebt machen kann. Der stete Hinweis darauf, dass man das beim alten Arbeitgeber aber ganz anders handhabte oder das wenig argumentative, sture Beharren auf eigenen Vorstellungen kann einen schnell zum Außenseiter werden lassen.

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    Cool bleiben im Telefoninterview

    Ein Thema, mit dem wir uns auf unerfindlichen Gründen fast noch gar nicht beschäftigt haben, ist das Telefoninterview. Und das, obwohl wir recht oft damit zu tun haben. Immerhin ist es sehr oft der erste Kontakt zum Bewerber, besonders wenn er nicht in der gleichen Stadt wie der potentielle Arbeitgeber wohnt. Da liegt es auf der Hand, die wesentlichen Fragen zunächst telefonisch abzuklären um dann entscheiden zu können, ob sich eine Anreise lohnt.Ein solches Telefoninterview wird in der Regel vorher angekündigt, es wird geklärt, auf welchem Weg (wer ruft wen an? skype oder Handy? usw.) telefoniert wird und wer anwesend sein wird. Häufig kommt es mittlerweile vor, dass es Video-Konferenzen gibt; auch auf diese Möglichkeit sollte man gefasst sein. Auch die Sprache sollte vorher geklärt sein (nicht selten wird direkt ein Entscheider von einem anderen Standort einbezogen wird).

    Auf ein Telefoninterview sollte man sich mindestens genauso gut vorbereiten, wie auf ein normales Vorstellungsgespräch; dafür haben wir zum Beispiel einige Tipps zusammengefasst. Aber das Telefoninterview birgt noch ganz besondere Tücken. Außer bei der Videokonferenz sieht man sich nicht, so dass zum Beispiel Pausen unangenehmer werden, man bekommt kein mimisches Feedback auf seine Ausführungen und man ist allein auf den Eindruck seiner Stimme angewiesen.

    Deshalb habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, die Euch helfen sollen, ein Telefoninterview zu meistern.
    1) Suche Dir vorher einen ruhigen Platz aus, an dem es nicht zieht, keine Leute vorbeilaufen und an dem Du ungestört telefonieren kannst. Solltest Du überraschend an einem unruhigen Ort angerufen werden, bitte darum, zurückrufen zu können.

    2) Am besten ziehst Du Dir gut sitzende Sachen an, die Du auch im Vorstellungsgespräch tragen würdest. So wirst Du Dich sicher fühlen und Dir der Situation besser bewusst sein.

    3) Stell’ Dich hin und lächle. Beides wird man Dir anhören. Im Stehen atmet man leichter aus dem Bauch, was Deiner Stimme mehr Festigkeit gibt. Einen freundlichen Gesichtsausdruck kann ebenfalls hören. Versuch es einfach vorher mit Freunden aus, falls Du’s mir nicht glaubst.

    4) Stelle Dir ein Glas Wasser bereit. Ein trockener Mund gehört zu den fiesesten Dingen in einem anstrengenden Gespräch. Außerdem kannst Du damit gut eine unangenehme Pause überbrücken. Nur schmatzen solltest Du beim Trinken nicht
    5) Bereite Dich auch für ein Telefoninterview auf die üblichen Fragen gut vor. Du wirst sicher zu einzelnen Stationen und besonders zur aktuellen Situation in Deinem Lebenslauf gefragt werden. Auch auf heikle Fragen wie die nach Lücken und Problemen in der beruflichen Laufbahn solltest Du gefasst sein. Ansonsten können natürlich auch die üblichen Fragen nach Stärken, Schwächen, Gehalt etc. auf Dich zukommen. Wenn Du auf eine Frage nicht sofort eine Antwort hast, denke lieber in Ruhe nach als hektisch loszustammeln.

    6) Notiere Dir vorher Fragen, die Du stellen möchtest. Ist einmal aufgelegt worden, hast Du keine Chance mehr dazu. Außerdem signalisiert man durch Fragen, dass man sich vorbereitet hat und wirklich Interesse an der Position hat. Am Ende des Gesprächs solltest Du unbedingt nach dem weiteren Verlauf des Auswahlprozesses fragen und Dich für das Gespräch bedanken.
    7) Bei einem Telefongespräch bietet sich ein “Nachfassen” in Form einer Mail an. So kannst Du zum Beispiel nochmals für das Gespräch danken, eventuell Dokumente nachreichen, Dein Interesse an der Position unterstreichen und betonen, dass Du Dich auf ein persönliches Kennenlernen freust.

    Hinweis: Dieser Bewerbungstipp wurde auf der Basis eines Newsletters von Jochen Mai sowie von Penelope Trunk und Sydney Owen sinngemäß übersetzt und zusammengefasst.

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    Das Vorstellungsgespräch: Auf der Schwelle zum Job!

    Wenn nach einer erfolgreichen Bewerbung die Einladung zum Vorstellungsgespräch ins Haus flattert, hat man schon den ersten großen Schritt in Richtung Job geschafft. Jetzt gilt es die nächste Herausforderung zu meistern. Dabei ist Vorbereitung, wie so oft, die halbe Miete!

    Auch wenn es albern klingt: Aber es ist äußerst hilfreich, das Gespräch vorab schon einmal mit einem Freund zu proben. Denn obwohl man den Lebenslauf vermutlich auswendig kennt, ist es noch mal etwas anderes ihn auch tatsächlich fließend präsentieren zu können. Gerade bei Lücken im Lebenslauf empfiehlt es sich, vorab zu überlegen, wie diese am besten begründet werden können.

    Außerdem ist es wichtig, sich über das Unternehmen zu informieren. Es ist zwar nicht nötig, den gesamten Geschäftsbericht des letzten Jahres auswendig zu können, aber wenn man ein paar Eckdaten wie Namen der Geschäftsführer, Anzahl der Mitarbeiter, Geschäftsfelder, Gründungsjahr oder ähnliches drauf hat, kann einem das einige Pluspunkte sichern. Damit zeigt man, dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat und sich dafür interessiert.
    Darüber hinaus sollte man sich vorab überlegen, welche Kleidung für das Vorstellungsgespräch angemessen ist. Grundsätzlich ist es zwar nicht verkehrt, wenn man sich in seinem Outfit wohl fühlt, allerdings sollte es auch dem Job beziehungsweise dem Unternehmen angepasst sein. Im Zweifel ist wohl der konservativere Stil vorzuziehen. Weiterhin ist es auch nicht gern gesehen, wenn man sich üppig mit Schmuck behängt oder mit zerknitterten oder gar verschmutzten Sachen zum Gespräch erscheint.

    Auch zu bedenken ist es, die Anreise mit einem entsprechend großen Zeitpuffer zu planen. Gerade bei Gesprächen, die eine weite Anfahrt erfordern, kann Unvorgesehenes wie ein Stau oder eine Panne für eine ungewollte Verspätung sorgen. Dass das nicht gut beim zukünftigen Chef ankommt, liegt auf der Hand. Sollte man sich trotz aller Vorbereitung verspäten, wirkt es Wunder, wenn man einige Minuten vor dem vereinbarten Termin im Unternehmen anrufen und das Ausmaß der eigenen Verspätung einschätzen kann. Hierzu benötigt man die Telefonnummer der Interviewpartners, die man sich also unbedingt mitnehmen, am besten gleich im Mobiltelefon abspeichern, sollte.
    Beim Vorstellungsgespräch gilt es dann, mit einem sicheren Auftreten, Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit zu punkten. Dazu ist es wichtig, gerade in den ersten Momenten des Gesprächs einen guten Eindruck zu hinterlassen, zum Beispiel mit einem freundlichen Lächeln oder einem festen Händedruck. Auch im weiteren Verlauf prägen Körpersprache, Haltung sowie Gestik und Mimik das Gesamtbild des Bewerbers.

    Das eigentliche Gespräch folgt in den meisten Fällen einem mehr oder weniger einheitlichen Ablauf:

    1. Begrüßung und Small Talk
    2. Vorstellung des Bewerbers
    3. Vorstellung des Unternehmens und Fragen des Interviewers zum Bewerber
    4. Fragen des Bewerbers
    5. Abschlussbewertung des Gesprächs
    In der Vorstellungsphase kann man sich als Bewerber von seiner Schokoladenseite präsentieren. Dabei sollte man vor allem darauf eingehen, was gerade nicht im Lebenslauf steht: Warum man sich für diese Ausbildung oder jenes Studium entschieden hast, was einem das ((LINK:Praktikum)) in der Firma xy gebracht hat etc. In jedem Fall ist es sinnvoll nicht einfach nur die Eckdaten des eigenen Lebens herunterzubeten, sondern diese in eine runde Geschichte zu verwandeln. Der Sinn dieses Abschnitts innerhalb eines Jobinterviews ist es ja letztlich, dass das Gegenüber die Zusammenhänge und Motivationen des Bewerbers verstehen soll.
    Ob schon während dieser Phase oder erst nachdem der Bewerber fertig ist Fragen gestellt werden, hängt vom Interviewer ab. Beides ist möglich und üblich.

    Vor diesen Fragen fürchten sich die meisten, denn nun geht es ans Eingemachte: Die typischen Personalerfragen nach Stärken und Schwächen, nach dem Bewerbungsgrund und Fragen zum Allgemeinwissen müssen beantwortet werden. Auch hier kann man sich im Vorfeld vorbereiten und so auf scheinbar fiese Fragen souverän antworten. Falls man doch mal in die Verlegenheit kommt, auf eine Frage nicht antworten zu können, ist das zunächst kein Beinbruch. Oftmals wollen die Personaler und Chefs gar nicht die richtige Antwort wissen, sondern herausfinden, wie der Bewerber in unangenehmen Situationen reagiert. Clever zu reagieren heißt in dem Fall nicht rumrätseln und ausweichende Antworten geben, sondern direkt zugeben, dass man diese Frage nicht beantworten kann.
    Im Anschluss wird der Interviewer das Wort übernehmen und einen Überblick über die zu vergebenen Position und das Unternehmen geben. Hier ist es wichtig gut zuzuhören. Das klingt lapidar ist aber nicht immer einfach. Die Freude über das Ende des Kreuzverhörs hat einen negativen Einfluss auf die Konzentration. Mit andern Worten: Dran bleiben! Das Gespräch ist noch nicht vorbei. Aus diesem Teil des Gesprächs holt sich der Bewerber die Grundinformationen für weitere Fragen, die direkt oder im Anschluss an die Firmenvorstellung gestellt werden können.

    Empfehlenswert ist es, sich vorher schon Gedanken über Fragen zu machen und diese auch aufzuschreiben, da es einerseits Interesse an der Stelle zeigt und andererseits vermeidet man damit, dass man die Fragen vor lauter Nervosität vergisst. Solche Fragen können beispielsweise Fragen zur Stelle und zum Unternehmen sowie Vertrags- und Gehaltsfragen sein. Gerade letztere sind zwar immer wieder ein heikles Thema, sollten aber unbedingt angesprochen werden, damit die Erwartungen auf beiden Seiten geklärt sind.

    Zum Abschluss des Gesprächs kann es möglich sein, dass das Gespräch von beiden Seiten eingeschätzt und bewertet wird. Außerdem sollte, insofern das noch nicht geklärt wurde, der Bewerber noch die abschließende Frage stellen, wann eine Entscheidung über freie Stelle zu erwarten ist.

    Letztendlich bietet das Vorstellungsgespräch mit einer guten Vorbereitung die ideale Möglichkeit sich selbst im besten Licht zu präsentieren. Deshalb sollte man bei einer Einladung nicht nervös werden, sondern sich freuen, dass der erste Schritt zum Traumjob geschafft ist.

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    Die Probezeit: Was muss ich beachten?

    Nun ist es also geschafft. Egal welche Art der Probezeit es geworden ist, der erste Tag ist der erste Tag. Da der Großteil der neuen Kollegen sicher nicht beim Vorstellungsgespräch anwesend war, lernen die Euch sicher auch erst an diesem ersten Tag kennen. Ohne vor Angst zu ermatten, sollte man sich also bewusst machen, dass es wieder einmal darum geht, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Der gute Eindruck beginnt mit der richtigen Kleidung. In den meisten Fällen kann man sich die übliche Alltagskleidung sicher bereits beim Gespräch abschauen. Auch die Frage danach, ob eine Kleiderordnung besteht, ist erlaubt. Falls Ihr vor Aufregung vergessen habt, darauf zu achten und auch nicht fragen wollt, ist Smart bis Business Casual die Zauberformel (den Job in der Bank, Versicherung oder auf dem Bau mal außen vor gelassen). Letztlich bedeutet diese Mischung aus schick-elegant und zwanglos-locker einfach nur, dass es nicht notwendig ist im (Hosen)Anzug zu erscheinen. Eine gepflegte (also nicht zu alte und verbeulte oder gar zerissene) Jeans oder auch Stoffhose zählt in Verbindung mit Bluse/ Hemd zum Outfit der Wahl. Krawatten, Turnschuhe und grelle Farben haben hier ebenso wenig zu suchen wie Miniröcke.
    Neben solchen Äußerlichkeiten, die den Einen mehr und den Anderen weniger interessieren, ist auch das Verhalten am Anfang eine kniffelige Angelegenheit. Am ersten Tag werdet Ihr vermutlich noch nicht allzu viel arbeiten, sondern mehr Zeit damit verbringen, Kollegen und Unternehmen kennen zu lernen. Versucht Euch Namen zu merken, freundlich ohne aufdringlich oder zu überschwänglich zu sein. Etwas Zurückhaltung ist zumindest am Anfang gar nicht so übel. Duzen ist also auch erst erlaubt, wenn Ihr ausdrücklich dazu aufgefordert werdet. Versucht zu überblicken, wer mit wem in welcher Verbindung steht. Im weiteren Verlauf ist es zwar eine schöne Idee Engagement zu zeigen, aber Pausen durchzuarbeiten, ist weder gesetzlich erlaubt (genauer nachzulesen in §4 Arbeitszeitgesetz) noch kommunikativ. Mit anderen Worten, geht lieber mit den Kollegen zum Mittagessen, als sie mit zu viel Enthusiasmus sauer zu drehen, weil Ihr Euch zu strebsam zeigt. Das ist ohnehin eine gute Möglichkeit, alle kennen zu lernen und sich in die bestehende Gruppe einzugliedern. Im Allgemeinen gilt für die erste Zeit alles, was man auch sonst beachten sollte. Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Lernwillen sind ebenso wichtig wie kollegiales Verhalten, Loyalität und Aufmerksamkeit. Eigentlich alles klar, oder?
    Es ist auf alle Fälle außerdem nicht von Nachteil, vorm Eintritt in die erste Position einmal in sich zu gehen und sich zu fragen, ob man zum Tratschen neigt. Sollte man sich diese Frage tatsächlich bejahen müssen, ist Vorsicht geboten. Das Herausplatzen mit allzu persönlichen Geschichten, das Weitertratschen firmeninterner Angelegenheiten (was ohnehin ein absolutes Tabu ist - die meisten werden das auch im Arbeitsvertrag unterschreiben müssen) ebenso wie das lästerliche Auswerten des letzten Teammeetings, sollte man in jedem Fall unterlassen. Außerdem ist es eh besser, auch einmal zuzuhören. Man bekommt von den internen Abläufen, Machtstrukturen und -spielchen viel mehr mit, wenn man Beobachter und nicht Gesprächsführer ist. Im Großen und Ganzen ist Ruhe bewahren in vielerlei Hinsicht wahrscheinlich der beste Tipp. Erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt. Schauen, ob sich erste Eindrücke tatsächlich bestätigen. Denn unbedachte Äußerungen lassen sich nur schwer zurücknehmen. Das sollte einem gerade im Berufsleben bewusst sein. Aber auch bei aller Vorsicht gilt, was ich jedem immer wieder raten würde: Seid authentisch! Sich zu verbiegen klappt weder im Privat- noch im Berufsleben auf Dauer.

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    Vergütung im Praktikum

    Die Frage mit der Vergütung bei einem Praktuikum ist immer wieder schwierig. Schulpraktika werden im Allgemeinen nicht vergütet. Solche, die während des Studiums oder danach absolviert werden, sollten ab einer Dauer von über vier Wochen meines Erachtens schon vergütet werden. Dennoch ist es nach wie vor nicht überall üblich. Das kann verschiedene Gründe haben. Während sich manch einer sicherlich tatsächlich billige Arbeitskräfte verschaffen will, besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, dass es für die zu erledigenden Aufgaben wirklich kein Kontingent gibt. So was ist vor allem bei kleinen oder noch im Aufbau begriffenen Firmen der Fall.

    Grundsätzlich solltet Ihr schon nach einer Vergütung fragen. Wenn man Euch diese nicht geben will oder kann, fragt nach den genauen Gründen dafür! Besteht tatsächlich keine Chance auf eine finanzielle Entlohnung Eurer Arbeit, fragt nach anderen Vorteilen für Euch. Von einem wirklich sinnvollen Zugewinn hat mir eine Freundin berichtet. Ihr Praktikum war eines von der unbezahlten Sorte. Ich stand der Sache aus diesem Grund zunächst recht skeptisch gegenüber. Was mich nachträglich überzeugt hat, war, dass sie zum einen sehr stark in die laufenden Projekte einbezogen wurde, was einem als Praktikant nicht immer so geht. Sie war bei Kundenterminen nicht nur anwesend, sondern hat auch die Möglichkeit erhalten, selbst ausgearbeitete Projekte persönlich vorstellen zu dürfen. Zudem hat sich ihr Chef sehr viel Zeit für die Einschätzung ihrer Arbeitsweise genommen.
    Trotz dessen das Praktikum nur acht Wochen dauerte, führte er ein zweistündiges Zwischengespräch mit ihr und ein ebenso langes Abschlussgespräch. Sie werteten dabei sowohl ihre fachlichen als auch sozialen Fähigkeiten intensiv aus. Beim Abschlussgespräch verglichen sie außerdem die aktuellen Einschätzungen mit denen aus der Zwischenbilanz.

    Auf diese Weise erhielt sie ein sehr klares Bild von sich selbst. Sie weiß nun viel genauer, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Hat aber auch einen Hinweis darauf bekommen, dass sie durchaus in der Lage ist, an ihren Schwächen zu arbeiten. Insgesamt würde ich sagen, dass der persönliche Gewinn in diesem Moment wichtiger und wertvoller für sie war als die paar Hundert Euro, die sie woanders vielleicht verdient hätte. Wenn möglich, versucht solch ein Feedback einzufordern. Gerade wenn es keine Bezahlung gibt, seid ihr hierfür in einer guten Verhandlungsposition.

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    Wie sieht es mit Hobbys in der Bewerbung aus?

    Die Ansichten hierzu sind immer wieder grundverschieden. Die wohl am häufigsten gegebene Antwort ist die, dass Hobbys nur angegeben werden sollten, wenn sie zu dem Job passen, auf den man sich bewirbt. Ich weiß nicht, wie es anderen mit dieser Aussage geht, aber sie ist ja nun wirklich alles andere als eindeutig. Aus Interesse habe ich mich im Netz auch mal ein wenig umgeschaut, wie die Diskussionen in diversen Foren dazu verlaufen.

    Die Ansichten dort schwanken zwischen “gib am Besten gar keine Hobbys an”, “gib nur solche an, die die fachliche Qualifikation untermauern” und manch einer traut sich auch einmal zu sagen, dass man es mit dem drüber Philosophieren auch übertreiben kann. Letztlich ist wohl der entscheidende Hinweis, der leider vielzu selten kommt, dass man die angegebenen Hobbies auch tatsächlich haben sollte.
    Sicher könnt Ihr Euch vorstellen wie peinlich es werden kann, wenn Ihr Euer großes Interesse für einen bestimmten Sport (oder was auch immer) angebt und sich herausstellt, dass Ihr von diesem gar keine Ahnung habt. Das Gespräch über ein angegebenes Hobby wird nicht selten zur Auflockerung des Vorstellungsgesprächs genutzt, was in einem solchen Fall natürlich komplett nach hinten losgeht. Mit einem Gespräch über die angegeben Freitzeitaktivitäten lässt sich auch erkennen, wie engagiert und begeisterungsfähig ein Bewerber für ein bestimmtes Thema ist. Natürlich ist es auch klasse, wenn dieses Hobby auch noch der angestrebten Position zuträglich ist. Wenn man solch ein Hobby aber nun einmal nicht hat, ist das nicht der Weltuntergang.

    In diesem Moment kann ich allerdings nur für uns sprechen. Möglicherweise achtet man in großen Unternehmen viel mehr auf solche Angaben und zieht ganz andere Schlüsse als wir. Das einzige Mal, an dem Nadia und ich bisher wirklich skeptisch geworden sind, war ein Bewerber, der eine ganze Liste zeitaufwendiger Hobbys in seinem Lebenslauf stehen hatte. Da haben wir uns tatsächlich gefragt, wie man das alles schaffen kann und trotzdem noch Zeit für Beruf und Familie hat. Dem wären wir sicher auf den Grund gegangen, allerdings kam es hier wegen fehlender Qualifikationen leider gar nicht erst zu einem Gespräch.

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    Das Bewerbungsbild

    Bewerbungsbilder sind in der Bewerbung nicht ausschlaggebend. Zumindest nicht bei uns, was wohl vor allem was damit zu tun hat, dass wir in der IT-Branche tätig sind. In Branchen, wo es auch auf Repräsentativität ankommt, mag das durchaus vorkommen, dass Bewerber wegen schlechter Bilder disqualifiziert werden. Bei uns, wie gesagt, ist das noch nicht vorgekommen.

    ABER: Es gilt hier, was wir auch schon zum Thema “Reputation im Internet” festgestellt hatten: Im Sinne der eigenen positiven Darstellung sollte man schon darauf achten, dass das Bewerbungsbild die guten Seiten unterstreicht. Denn das Bild ist eben mehr als nur die Abbildung des Gesichtes. Und weil das so ist, geben wir euch ein paar gute Tipps für ein gelungenes Bild.
    An der Art sich zu kleiden, am Gesichtsausdruck, an Art und Größe des Bildes kann man jedenfalls, zumindest ist das meine Meinung, schon ablesen, ob sich jemand Gedanken und Mühe macht. Und davon sollte man ja eigentlich ausgehen, wenn es um einen Job geht. Sollte man. Das sehen aber recht viele Bewerber anders. Grob geschätzt, würde ich sagen, dass etwa jedes dritte Bewerbungsbild ziemlich daneben ist. Das geht von Aufnahme per Web-Cam über Freizeit- und Urlaubsbilder bis hin zu böser Miene, Jogging-Anzug oder Verfremdung durch ein Grafik-Programm.

    Die Sache mit der Webcam ist jedenfalls erschreckenderweise recht weit verbreitet. Klar, so ein Ding haben Viele zu Hause, so ein Foto macht kaum Arbeit, kostet nix, es zwingt einen keiner, sich mal zu kämmen und den Pullover zurechtzurücken. Aber mal im Ernst, Leute: Wollt ihr wirklich, dass irgendwer SO ein Bild von euch hat? Also bitte: Der Gang zum Fotografen sollte schon drin sein, wenn es um einen Job geht. Oder man lässt das Bild gleich ganz weg.
    Was auch recht häufig vorkommt: Der böse oder gelangweilte Blick bzw. das Straflager-Bild. Auf einem solchen Bild sieht der Kandidat meist so aus, als würde er jeden Moment einschlafen oder als wäre es sein erklärtes Ziel, maximal unsympathisch gefunden zu werden. Und das in der Regel ja eben nicht gerade das Ziel einer Bewerbung. Es mag Menschen geben, die die meiste Zeit so aussehen oder die wirklich oft schlechte Laune haben, aber in einem solchen Fall sollte man das Bild lieber weglassen.

    Ansonsten darf ein Lächeln und ein Blitzen in den Augen schon drin sein. Wer tatsächlich schlecht geschlafen hat, sucht sich am besten einen anderen Tag zum Fotografieren aus. Denn auch in diesem Fall gilt: Eine Ablehnung wegen eines schlechten Bewerberbildes hat bei uns noch keiner bekommen, aber die Frage ist doch, wie man sich anderen Menschen (und seinen potentiellen Arbeitgebern) präsentieren möchte.

    Wem diese Hinweise noch zu wenig sind und wer ganz genau wissen will, wie sein Bild ankommt, kann es entweder uns schicken (keine Sorge, kein Bild wird im Original hier zu sehen sein) oder auf joboderflop.de der breiten Masse zur Bewertung vor die Nase legen. Gleichzeitig kann man natürlich auch selbst nach Herzenslust kritisieren und loben. Ich habe mir einige der Bewertungen angesehen und habe den Eindruck, dass diese durchaus in die richtige Richtung gehen.

    Viel Erfolg wünscht das Team von BEWERBERBLOG
    „Reputation im Internet“

    Das Internet ist unendlich und vergisst nichts. Und: Man ist sichtbarer, als man denkt. Und deshalb ist die Frage, welchen Einfluss die eigenen Spuren im Internet auf die persönliche Reputation (auch im Bewerbungsverfahren) haben. Deshalb haben wir ein paar Fragen, die wir oft gestellt bekommen, zusammengestellt und Antworten geliefert:

    A) Was haltet ihr allgemein von Bewerbern, die sich mit einem Blog in ihrem Lebenslauf/Projektliste etc. bei euch bewerben?

    Grundsätzlich finde ich das gut. Da wir ja vor allem in der IT-Branche Leute suchen, zeugt die Tatsache, einen Blog zu führen, ja schon mal von einer gewissen „Internetaffinität". Und das haben schon mal nicht alle ITler, auch wenn's komisch klingt. Zudem ist jemand, der ein Blog betreibt, schon mal in der Lage, ganze Sätze zu formulieren, auch das ist nicht unbedingt üblich ;)

    B) Sucht ihr aktiv bei einem Bewerber nach "Netzspuren"?? Welche Rückschlüsse zieht ihr daraus?

    Ja, manchmal schauen wir auch nach, welche Spuren jemand im Internet hinterlässt. Wenn jemand seine eigene Homepage/Blog angibt, ist das natürlich obligatorisch. Wenn nicht, schaue ich manchmal auch dann nach, wenn der Lebenslauf nicht sehr aussagekräftig ist (oft bei jüngeren Bewerbern, die sich um ihren ersten Job bewerben) oder Informationen fehlen.

    C) Was haltet ihr davon wenn ein (potentieller) Bewerber, so wie ich, ein Privates und ein Geschäftliches/Fachliches Blog betreibt. In meinem Fall wäre das Private Blog sogar älter/gefüllter und besser auffindbar als das Geschäftliche/Fachliche Blog.

    Ob jemand ein privates oder geschäftliches Blog betreibt, finde ich eigentlich nicht so wichtig. Wenn er beides tut, zeugt das meiner Meinung nach von einigem Engagement. Ein fachlicher Blog wäre für mich vermutlich interessanter, weil man da bezüglich der fachlichen Qualifikation einiges rausbekommen kann; man kann so einen Blog wie eine Arbeitsprobe oder Referenzmappe betrachten, würde ich sagen. Ein privates Blog ist möglicherweise unterhaltsamer, also würde ich da auch ein wenig rumstöbern. Nicht sehr tief allerdings, dafür fehlt dann die Zeit.

    D) Wie bewertet ihr den Versuch das Berufliche und Private im Netz zu trennen? Oder anders ausgedrückt, was bewertet ihr als "Jugendsünden" oder "spontane Schnellschüsse"? Wie sehr beeinflusst das euer Bild des Bewerbers?

    Mh, das Problem, dass das Internet nichts vergisst. Das würde nun erst einmal voraussetzen, dass wir nach jedem Bewerber „googeln" und uns durch die vielen Seiten wühlen. Das tun wir eher nicht. Außer, eine Bewerbung kommt mir total merkwürdig und nicht authentisch vor. Dann kann man auch auf „Jugendsünden" stoßen, die aber nicht wirklich einen Einfluss auf das Auswahlverfahren haben. Außer, man erfährt auf diesem Wege, dass der Titel gekauft ist oder andere schräge Sachen. Und so was kommt tatsächlich vor.

    E) Sprecht ihr Bewerber offen auf eine der oben genannten Punkte an?
    Auf einen Blog spreche ich Bewerber auf jeden Fall an und würde auch ein paar Fragen zur Motivation oder dem Inhalt stellen. Aber nicht als böse Falle, sondern weil es mich interessiert und ich so Dinge über den Kandidaten herausbekommen kann. Auf Jugendsünden spreche ich keinen an, ich finde es unfair, Leute in peinliche Situationen zu bringen. Ein Vorstellungsgespräch ist für die meisten auch schon so stressig genug.

    Schon wenn man kleine Tipps beachtet, kann man sein Online-Image stärken und/oder verbessern. So gibt es fünf Punkte, die man beachten sollte, um allgemein etwas gegen zu viele Informationen über sich selbst im Netz zu tun:

    1. Wenn möglich, nie den eigenen Namen verwenden.
    2. Mailadressen nicht verwenden, mit denen man auf die eigene Identität schließen kann.
    3. Wenn möglich, für jeden Online-Dienst gesonderte Mailadressen benutzen.
    4. Persönliche Angaben in Blogs und Foren vermeiden.
    5. Generell: Auf den richtigen Virenschutz und die Sicherheitseinstellungen des Rechners achten.


    Weiterhin besteht die Möglichkeit das eigene Image gezielt aufzubessern. So kann man eine

  • Domain mit eigenen Namen registrieren: Wie sonst kann man sich besser darstellen, als mit einer eigenen .de-Domain oder .com-Domain in Form von VornameNachname.de. Hier ist es möglich eine einfache Seite zusammenstellen, die man dann als Online-Visitenkarte nutzt. Dort kann man sich dann seriös vorstellen, seine Unterlagen bereitstellen und mit einem guten Design überzeugen. So eine Seite kann man auch mit einem Passwort schützen, das man dann in der Bewerbung mit angibt.

  • Unter eigenem Namen bloggen: Wenn man über das Gebiet, in dem man arbeitet und sich auskennt, bloggt, bietet es sich an, dies unter dem richtigen Namen zu tun. Hierbei kann man die eigene Sichtbarkeit steigern und kann im besten Fall zu einem anerkannten Experten aufsteigen.

  • Suchmaschinen im Auge behalten: Zwar kann man bei Google eher nicht direkt auf die Ergebnisse einwirken, jedoch gibt es andere Suchmaschinen, bei denen genau dies möglich ist. Bei Spock zum Beispiel kann man sich anmelden und das eigene Profil claimen. Wenn ein anderer User etwas daran verändert, wird man benachrichtigt und kann es gegebenenfalls korrigieren lassen.

  • Selbstdisziplin: Das wichtigste überhaupt. Man sollte immer erst überlegen, was man schreibt und wie man es schreibt. Immer daran denken: Einfach ist es nicht, den Eintrag wieder zu löschen.


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    Was gehört in einen Lebenslauf? Und was nicht?
    Wie detailliert soll der Lebenslauf sein?

    Zunächst:
    Lebensläufe werden - so ist zumindest meine Erfahrung - in erster Linie länger und komplexer, je länger jemand auf dieser Welt wandelt. Das ist logisch und kein Grund zu kürzen. Junge Menschen dagegen mit naturgemäß übersichtlichen Lebensläufen sollten mit der Länge und Komplexität tatsächlich nicht übertreiben, das fällt negativ auf. Andererseits ist es gerade dann wichtig, herauszustellen, an welcher Stelle man mit dem Thema des Jobs, auf den man sich bewirbt, schon Berührungspunkte hatte. Und das Bedarf oft einer Erklärung.

    Mit einem “Informations-Overkill” hatte ich bislang nur sehr selten zu kämpfen, das ist nicht wirklich ein Problem. Viel problematischer finde ich Lebensläufe, die zu übersichtlich sind, in denen also bis auf die Bezeichnung der einzelnen “Stationen” und deren Zeiträumen nichts weiter steht. Da bin ich dann so schlau wie vorher. Schließlich kann ich der Aussage “10/2003-06/2007 Softwareentwickler in einem IT-Haus” nichts
    entnehmen, was für die Einschätzung der Eignung irgendwie von Bedeutung wäre. Auch der Hinweis, der Bewerber hätte in seinem letzten Job an einer ERP-Software entwickelt, nützt mir wenig. Deshalb ist mir ein Lebenslauf mit ausführlicherer Tätigkeitsbeschreibung lieber. Genauso gilt: Ein übersichtlicher CV liest sich besser, man kann auf einen Blick einschätzen, ob die Grundvoraussetzungen stimmen. Für Leute, die tatsächlich schon sehr viel erlebt haben, ist es daher vielleicht ratsam, den Lebenslauf an die jeweilige Stelle “anzupassen” und die jeweils dafür wichtigen Punkte hervorzuheben, dafür anderes wegzulassen. Im Gespräch kann man dann immer noch auf weitere Erfahrungen hinweisen.

    Die Variante, die mir am liebsten ist, sieht folgendermaßen aus:
    Ein tabellarischer Lebenslauf (auf idealerweise ein bis zwei Seiten) mit Zeiträumen, konkret-exakten Jobbezeichnungen und zwei bis drei Tätigkeitsschwerpunkten sowie zusätzlich eine Seite mit einem detaillierten Skill-Profil.
    Dort kann ich in einer Tabelle nachlesen, welche technologischen, fachlichen, inhaltlichen Kenntnisse und Erfahrungen ein Bewerber hat. Das ist nicht nur für mich, sondern vor allem für die Kollegen der Fachabteilung eine große Hilfe. Konkret könnte das etwa so aussehen:

    Datenbanken
    • Datenbankanfragesprache SQL
    • Programmierung in PL/SQL (Oracle)
    • Administration der Oracle Datenbank

    Programmierung
    • Java
    • C, C++
    • HTML

    Betriebssysteme
    • Microsoft Windows 9x/2000/XP
    • AIX

    Hobbys in der Bewerbung

    Die Ansichten hierzu sind immer wieder grundverschieden. Die wohl am häufigsten gegebene Antwort ist die, dass Hobbys nur angegeben werden sollten, wenn sie zu dem Job passen, auf den man sich bewirbt. Ich weiß nicht, wie es anderen mit dieser Aussage geht, aber sie ist ja nun wirklich alles andere als eindeutig.

    Letztlich ist wohl der entscheidende Hinweis, dass man die angegebenen Hobbies auch tatsächlich haben sollte. Sicher könnt Ihr Euch vorstellen wie peinlich es werden kann, wenn Ihr Euer großes Interesse für einen bestimmten Sport (oder was auch immer) angebt und sich herausstellt, dass Ihr von diesem gar keine Ahnung habt. Das Gespräch über ein angegebenes Hobby wird nicht selten zur Auflockerung des Vorstellungsgesprächs genutzt, was in einem solchen Fall natürlich komplett nach hinten losgeht. Mit einem Gespräch über die angegebenen Freitzeitaktivitäten lässt sich auch erkennen, wie engagiert und begeisterungsfähig ein Bewerber für ein bestimmtes Thema ist. Natürlich ist es auch klasse, wenn dieses Hobby auch noch der angestrebten Position zuträglich ist. Und wenn man solch ein Hobby aber nun einmal nicht hat, ist das nicht der Weltuntergang.

    Was muss oder sollte man nicht angeben?

    Muss man, als Mensch über 35, unbedingt in einer Bewerbung angeben, wo man zur Grundschule gegangen ist und welche verschiedenen Jobs die Mutter schon so gemacht hat? Ist es wirklich sinnvoll, alle 15 Hobbys im Lebenslauf anzuführen (Besonders wenn der Lebenslauf ansonsten noch recht übersichtlich ist)? Oder: Warum sollte es einem Personaler etwas bringen, 20 Jahre alte Beurteilungen der Grundschullehrerin zu lesen? Das ist witzig, ja. Aber aufschlussreich? O-Ton einer Lehrerin anno 1981: "XY hätte weitaus bessere Ergebnisse erreichen können, wenn xy sich disziplinierter verhalten hätte und sich besser in das FDJ-Kollektiv eingegliedert hätte." Ähm, räusper. Das muss nicht wirklich sein, finde ich. Diese Art von Fakten- Striptease ist mir eher unangenehm und tragen zur Beurteilung nichts Sinnvolles bei. Solche Dinge gehören nicht in eine Bewerbung.

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    Stellensuche und E-Mail-Bewerbung

    Teil 1: Stellensuche – aber wo?

    Zeitungen, monster.de und vielleicht auch noch stepstone.de? Das ist schon gar nicht schlecht, weil sich die Angebote der meisten „großen” Firmen (die können sich das nämlich leisten) hier finden lassen. Allerdings muss man sich dort oft durch unpassende und vor allem regional nicht passende Jobangebote wühlen.

    „Ach ja, das Arbeitsamt gibt es ja auch noch”, ist vermutlich der nächste Gedanke. Hier lassen sich branchenübergreifend Jobs finden und man kann seine Suche super auf verschiedene Regionen eingrenzen. Da das Einstellen von Angeboten kostenlos ist, finden sich hier auch die Angebote kleinerer Firmen oder Büros. Leider ist die Seite der Bundesagentur für Arbeit nicht besonders angenehm zu bedienen. Oder: Einfach mal „Job” oder auch „Jobs” in Verbindung mit Branche und/oder Ort bei Google eingeben. In der Regel findet man dort auch eine ansehnliche Zahl von Angeboten. Je nach Branche kann es auch hilfreich sein, die Seiten regionaler Radiosender zu besuchen und zu schauen, ob diese eine eigene Jobbörse haben.
    Auch unter meinestadt.de finden sich immer wieder Job- und Lehrstellen-angebote. Gut beraten ist man auch mit den einschlägigen Stadt-Homepages auf denen man nicht selten Listen ortsansässiger Firmen inklusive Adresse oder aber Internetseite findet. Dort findet man in der Regel super Jobs, die nicht überall veröffentlicht wurden, weil die kleineren Unternehmen keine großen Personalabteilungen haben, die sich darum kümmern. Die Chancen, den Job zu ergattern, steigen dort. Außerdem kann man sich auf der Homepage auch gleich ein Bild vom Unternehmen machen.

    Richtig sinnvoll für die systematische Jobsuche ist der Crosswater Job Guide. Dort findet man eine sehr gut gepflegte, geordnete und kommentierte Liste aller Jobbörsen. Interessant sind da vor allem die branchenspezifischen Börsen. Wenn man genau weiß, in welche Branche man möchte, ist die Suche dort sehr lohnenswert. Ähnlich zielgerichtet ist die Suche in der Lokalzeitung. Nicht im Jobteil, sondern im Wirtschafts- und Lokalteil: Dort findet man Informationen über Neuansiedlungen, Vergrößerungen, Erfolge lokaler Unternehmen. Dort kann man sich dann initiativ bewerben. Und schon schwimmt man nicht mehr im Strom der Masse und erhöht damit seine Chancen auf einen guten Job.

    Sinnvoll in diese Richtung können auch Jobmessen sein, allerdings werden die oft von den großen Unternehmen als Image-Veranstaltung genutzt. Aber zumindest kann man sich dort über Trends unterhalten, Leute kennenlernen, seine Unterlagen abgeben und seine Chancen abchecken.
    Ein kurzer Hinweis zum Einstellen eigener Profile auf Jobbörsen: Diese Methode erweckt das Interesse eines jeden Bewerbers schon deshalb, weil sie ihm verspricht, sich selbst gar nicht mehr kümmern zu müssen, sondern einfach gefunden, angesprochen und eingestellt zu werden. Auch denkt man sich schon „Toll! Wenn die mich hier finden und direkt ansprechen, sitz ich ja auch gleich noch am längeren Hebel.”

    Gerade als frisch gebackener Absolvent einer Ausbildung, eines Studiums oder was auch immer, ist man aber einer unter vielen. So gibt es für Personaler und Unternehmen gar keine Notwendigkeit, nach Euch zu suchen. Derlei Kandidaten klopfen oft genug an ihre und auch unsere Türen und kaum ein Geschäftsführer oder Personaler hat die Zeit, tagelang veraltete Jobprofile zu durchsuchen. Da muss man sich schon selbst bemühen. Und mal ganz im Ernst: Wem es schon zu anstrengend ist, sich einen Job zu suchen, der sollte seine Einstellung vermutlich ohnehin überdenken. Alles in allem ist es also weder für Personaler noch für Unternehmer besonders lukrativ, so viel Zeit in so wenig Qualität zu investieren. Anders sieht es bei der Plattform „Absolventa“ aus. Die Absolventen werden dort „gezwungen“ ihr Profil aktuell zu halten und die Arbeitgeber wissen von vornherein, dass es sich um Absolventen-Profile handelt. Außerdem zahlt der Arbeitgeber, anders als bei den üblichen Lebenslauf-Datenbanken nur, wenn er erfolgreich war.

    Sehr gut funktionieren übrigens auch so genannte Metasuchmaschinen: Diese Crawler besuchen automatisch Karriereseiten aller Unternehmen und spucken dann deren Jobangebote aus. So spart man sich die Imageanzeigen der großen Beratungs- und Zeitarbeitsfirmen und kommt schneller zum konkreten und passenden Angebot. Probieren könnt ihr zum Beispiel Jobrobot oder Kimeta. Die beste Art, zum Traumjob zu kommen, ist aber das Netzwerken: Man sollte schon während des Studiums beginnen, sich ein Netz von Leuten und Firmen spinnen, Informationen sammeln und immer mal in die Runde streuen, dass man auf Jobsuche ist. Oft ist das der erfolgreichste und effektivste Weg zum Job.
    Stellensuche und E-Mail-Bewerbung

    Teil 2: Wie soll die E-Mail-Bewerbung denn nun aussehen?

    Am besten schreibt ihr eine E-Mail-Bewerbung, bei der in der Betreffzeile steht, um welche Stelle es sich bei der Bewerbung handelt. Noch schöner ist es, wenn hier zusätzlich die Referenznummer angegeben wird. Das Anschreiben passt sich am besten in die Bewerbung ein, wenn es einfach ein Teil des einen (!) Pdf- oder Word-dokuments ist.

    Aufgebaut könnte die Datei beispielsweise wie folgt sein: Deckblatt, Lebenslauf, personalisiertes Anschreiben, Zeugnisse, Arbeitszeugnisse etc. Den E-Mail-Text nutzt man am besten nur dafür, die Kontaktperson anzusprechen und in ein oder zwei Sätzen zu sagen, dass es sich um eine Bewerbung auf die Stelle XY handelt und man sich auf eine baldige Rückmeldung freut. Html ist an dieser Stelle nicht erforderlich. Hier genügt die bloße Information. Wie oben bereits angedeutet, sollte der E-Mail nur eine Datei angehängt sein, in der sich alle Informationen finden. Ein Bienchen gibt es, wenn diese Datei auch schon den Namen des Bewerbers trägt ;-) Das ist die Idealvorstellung.

    Wenn sich das Anschreiben jedoch direkt im E-Mail-Text befindet, der Aufbau ein anderer ist, es doch zwei Dateien sind oder auch der Link zu einer Bewerbungs-homepage angegeben wird, wird keine Bewerbung gleich aussortiert. Es kommt eher darauf an, ob man sich Gedanken gemacht hat. Das sieht man einer Bewerbung allemal an. Gerade in Bezug auf das Anschreiben sind die enthaltenen Informationen, Grammatik, Ausdruck, Schreibstil etc. aussagekräftiger als die Platzierung.
    Damit ihr nicht den Überblick verliert, haben wir die wesentlichen Punkte zusammengefasst und eine Checkliste erstellt. Folgende Punkte sollte man beim Verfassen und Senden einer E-Mail-Bewerbung beachten:

    1. Wird eine E-Mail-Bewerbung in der Stellenbeschreibung gewünscht, sollte man unbedingt auch eine schreiben; ansonsten: nachfragen. Bei IT-Unternehmen und -Jobs kann man davon ausgehen, dass E-Mail-Bewerbungen gern gesehen sind.

    2. Das Anschreiben kann im Mailtext stehen, muss aber nicht. Eine leere Mail, die nur Anhänge enthält, ist allerdings recht unhöflich, wenigstens ein kurzer Text sollte drin sein. HTML ist völlig überflüssig, bitte einfach einen normalen Text.

    3. Die Betreffzeile sollte sinnvollen Inhalt enthalten: Stellenbezeichnung,
    Referenznummer etc.

    4. Die E-Mail-Adresse sollte seriös sein und den eigenen Namen enthalten

    5. Nicht zu viele Anhänge! Entweder alles in einem Dokument oder je ein Dokument für Anschreiben, Lebenslauf/Skill Profil und Dokumente.

    6. Niemals das Bild als einzelne Datei anhängen. Was denkst ihr, was man für einen Schreck bekommt, wenn sich ein Bild in Bildschirmgröße öffnet... Da sieht selbst der schönste Mensch nicht mehr gut aus--- Das Bild gehört in den Lebenslauf, soviel Zeit muss sein.

    7. Die Dokumente bitte im pdf-Format anhängen.

    8. Nie mehr als 3 MB anhängen. Sollten die Dokumente größer sein, ein Zip-Archiv erstellen oder sich sonst irgendwie Gedanken über die Komprimierung machen. Ausreden gibt es da keine. Das muss man schon hinbekommen.

    9. Sinnvolle Dateinamen wählen, also Name_Lebenslauf.pdf oder so. Was denkt ihr, wie viele Dateien mit dem Titel „Lebenslauf" oder „SRCnu045" ein Personaler auf seinem Rechner hat...?

    10. Personalisierte Anschreiben verfassen und nur einen Empfänger angeben. Auch dafür sollte man sich Zeit nehmen. Wenn man keinen direkten Ansprechpartner hat, einfach anrufen und nachfragen.

    11. Test-E-Mail-Bewerbung an sich selbst schicken, dann fallen dir Deine Fehler sicher auch auf.

    12. Und: Auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

    Ansonsten gilt wie immer: Jedes Unternehmen und jeder Job ist anders, DIE Wahrheit gibt es nicht. Aber wenn man sich ein paar Gedanken macht zu Job, Unternehmen und darüber, wie man sich selbst darstellen möchte, kann, in Verbindung mit unseren Tipps, nicht viel schief gehen.

    Viel Erfolg wünscht das Team von BEWERBERBLOG
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    Bewerbungstipps vom Berufszentrum
    Gilt ein Traineeprogramm bei weiteren Bewerbungen als echte Berufserfahrung?

    Ein Traineeprogramm ist quasi ein Mittelding zwischen Praktikum und "echter" Berufserfahrung. Das Ziel des Programms darin liegt, dass Sie sich innerhalb des Unternehmens noch etwas orientieren können, sich in Seminaren Schlüsselqualifikationen aneignen und noch keinen so großen Verantwortungsbereich haben wie ein Direkteinsteiger.

    Nichtsdestotrotz können Sie sich im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem Traineeprogramm auf Positionen bewerben, in denen eine ein- bis zweijährige Berufserfahrung erwartet wird. Viele Unternehmen betrauen ihre Trainees durchaus mit der selbständigen Abwicklung kompletter Projekte, so dass Sie nach einem Traineeprogramm durchaus über Berufserfahrung verfügen, mit der Sie punkten können.

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    Welchen Nutzen haben Firmen von Traineeprogrammen?

    Traineeprogramme dienen meist dazu, dass die Mitarbeiter/innen alle Bereiche eines Unternehmens kennen lernen, und dann entschieden werden kann, in welche Abteilung sie wirklich gut passen. Die Teilnehmer am Traineeprogramm erhalten de jeweilige Aus- und Weiterbildung. Für das Unternehmen besteht somit eine größere Wahrscheinlichkeit, den/die Richtige/n am richtigen Platz zu haben.

    Wenn man bedenkt, wie viel Geld und auch Zeit Stellenausschreibungen es die Unternehmen kostet, ist das für sie eine tolle Sache. Sie können dem auch entgegenwirken in dem Sie sich frühzeitig mit Ihrer Ausrichtung und Ihren Kompetenzen beschäftigen!

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Wie verhält man sich geschickt nach Mehrfachbewerbungen?

    Wie verhält man sich bei einer positiven Zusage einer Firma, man möchte aber gern noch auf Antwort einer anderen Firma warten?

    Es ist durchaus üblich, mehrere Bewerbungen parallel laufen zu haben. Da Bewerbungsverfahren verschieden lange dauern, werden die Entscheidungen der Unternehmen für einen Bewerber also sicher nicht alle zum gleichen Zeitpunkt getroffen. Daher ist es legitim, wenn man sich beim Angebot einer Firma eine Bedenkzeit erbittet. Schließlich spricht auch das Unternehmen zuerst mit allen Bewerber/innen und trifft dann, wenn alle Informationen eingeholt sind, eine Entscheidung.

    Dieses Recht haben auch Sie als Bewerber. Eine Bedenkzeit von 2 Wochen halte ich auch für absolut akzeptabel. Etwas schwieriger gestaltet sich die Sache, wenn ich die Firma danach noch einmal vertröste. In diesem Falle könnte sich das Unternehmen schlicht und einfach geneppt oder gefoppt fühlen. Um das zu umgehen empfehle ich Ihnen, beim Bewerbungsgespräch nachzufragen, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

    Es spielt selbstverständlich auch immer eine große Rolle, wie dringend der Mitarbeiter schon gebraucht wird. Wenn bei der Firma alles soweit passt, spricht aber auch nichts dagegen, wenn man sich entscheidet, ohne alle Gespräche geführt zu haben. Man will ja schließlich keine kleine Chance verpassen, indem man vergebens auf die große Chance wartet.

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    Aus Bewerbungsabsagen lernen

    Jede Absage gibt Ihnen die Chance, bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen an Sicherheit zu gewinnen. Sie lernen unterschiedliche Gesprächstypen und deren Verhalten im Vorstellungsgespräch immer besser einzuschätzen, was Ihr Reagieren sicherer werden lässt. Diese gewonnenen Erfahrungen geben Ihnen die Gelegenheit, sich in schwierigen Gesprächssituationen zu üben - sozusagen als weitere Qualifikation für den späteren Beruf.

    Es spricht aber nichts dagegen, den Interviewpartner direkt darauf anzusprechen, warum Sie die Stelle nicht bekommen haben. Sie können dies ohne weiteres so formulieren, dass Sie etwas dazulernen möchten um bei der nächsten Bewerbung bessere Chancen zu haben.

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    Wenn ein handschriftlicher Lebenslauf gewünscht wird. Muss ich diesem Wunsch nachkommen?

    Anders als beispielsweise in Frankreich gelten in Deutschland oder Österreich Handschriftenproben zumeist als veraltet. Dennoch werden in Stellenausschreibungen manchmal ausdrücklich handgeschriebene Lebensläufe gefordert. Wie bei den meisten "Anlagenwünschen" sollten Sie auch dieser Aufforderung nachkommen. Personalverantwortliche versuchen entweder selbst vom Schriftbild auf die Eigenschaften der Person zu schließen (z.B. Ordnungssinn) oder sie lassen eine graphologische Begutachtung durchführen.

    Sie sollten auf keinen Fall versuchen, Ihre Handschrift dahingehend zu verändern, auf dass ein Graphologe zu einem "positiveren" Ergebnis kommen möge. Am besten setzen Sie sich im ausgeruhten und entspannten Zustand hin und schreiben Ihren (tabellarischen) Lebenslauf auf einem unlinierten Blatt in Ihrer üblichen Handschrift ab. Die Verwendung eines Linienspiegels erleichtert dabei die Zeilenführung. Den Rest überlassen Sie den Graphologen, deren Ergebnisse Sie nicht vorhersagen, geschweige denn beeinflussen können.

    Legen Sie aber sicherheitshalber einen gedruckten Lebenslauf bei - für den Fall, dass Ihre Handschrift nicht durchgängig zu entziffern ist. Außerdem können Sie damit eine professionelle Darstellung Ihres Werdeganges gewährleisten.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Wie zeige ich im Vorstellungsgespräch meine Softskills: Zuverlässigkeit, Beharrlichkeit und Geduld?

    diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Zum einen ist unsere Erfahrung, dass man bestimmte Eigenschaften der Person intuitiv erkennen kann, wenn die Person vor einem sitzt. Das setzt bei dem Interviewer allerdings ein hohes Maß an Menschenkenntnis und Erfahrung in der Gesprächsführung voraus - und das trifft (leider) auf viele Personaler und vor allem auf viele Fachbereichsleiter nicht zu, die in den meisten Fällen auch in die Bewerberauswahl eingebunden sind.

    Daher wäre es wichtig, dass Sie z.B. Zeugnisse haben, aus denen diese Charaktereigenschaften hervorgehen, d.h. sie wurden dann quasi offiziell "festgestellt" und bestätigt. Das hilft im Bewerbungsgespräch und vor allem im Anschreiben, denn darauf können Sie sich berufen.

    Sollten die Zeugnisse nicht dementsprechend ausgestellt sein, ist es wichtig, dass Sie sich anhand Ihres Lebenslaufs überlegen, in welchen Situationen Sie die oben genannten Charaktereigenschaften bewiesen haben. Erzählen Sie z.B. von Projekten an der Uni, an denen Sie teilgenommen und die Sie gegen alle Widerstände zu Ende gebracht haben.

    Sie brauchen die Begriffe wie Beharrlichkeit und Geduld im Prinzip gar nicht direkt ansprechen - dass Sie diese Eigenschaften unter Beweis gestellt haben, sollte aus Ihren Schilderungen hervorgehen. Hierdurch vermitteln Sie zum einen die Charaktereigenschaften, die Sie auszeichnen, zum anderen schildern Sie Situationen aus Ihrem Leben - und das wiederum wollen Personaler in einem Vorstellungsgespräch auch hören.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Welche Bewerbungsmappe ist die richtige für mich?

    Im Handel, z. B. im Onlineshop von www.bewerbungsshop24.de, finden Sie für jeden Geschmack und Geldbeutel eine große Auswahl von Bewerbungsmappen. In diese legen oder klemmen Sie Ihre Unterlagen ein. Allerdings birgt diese Variante die Gefahr, dass sich auf den Tischen der Personalverantwortlichen gekaufte Mappen im Einheitslook stapeln.

    Wenn Sie optisch auffallen möchten, können Sie aus einer Fülle von Materialien auswählen und Ihre Mappe selbst zusammenstellen. So lange das Ergebnis sauber und übersichtlich aussieht, sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Dies gilt selbstverständlich umso mehr, wenn Sie sich für einen kreativen Beruf bewerben. In traditionsbewussten Branchen sollten Sie aber auf grelle Farben und ungewöhnliche Materialien verzichten.

    Unsere Empfehlung als Bewerbungsberater lautet eine Kunststoff-Mappe mit Klemm-Schwinge (für max. 30 Blatt) und durchsichtigen Deckel, damit der Personaler das Deckblatt mit Bewerbungsfoto sofort sehen kann.

    Die wohl einfachste Variante, eine Mappe selbst zu basteln, ist die Verwendung einer Klemmschiene. Diese gibt es auch in unterschiedlichen Farben, es muss nicht immer weiß sein! Vorne eine Folie oder ein halbtransparentes Papier, als Rückwand ein stabiles Papier, damit die Mappe griffiger ist.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    „Rauchige“ Bewerbungsunterlagen

    In unserer Bewerbungsberatung haben wir viele Clienten, die uns Ihre Bewerbungsunterlagen so senden, wie sie auch bei einem potentiellen Arbeitgeber eintreffen – als Kartonmappe mit allen Unterlagen. Beim Öffnen der Versandtasche passiert es dann sehr oft, dass diese sehr aufdringlich nach altem Zigarettenrauch riechen. Für Raucher wahrscheinlich nicht erriechbar, fällt einem Nichtraucher diese rauchige Bewerbung sofort negativ auf. Automatisch haben wir dann ein Bild vor den Augen, wie der Bewerber im verqualmten Arbeitszimmer (Zigarette im Mundwinkel) die Bewerbungsunterlagen eintütet.

    Also an alle Raucher: Vermeiden Sie rauchige Bewerbungsunterlagen! Lagern Sie das Papier und die Bewerbungskopien dort wo es nicht nach Rauch riecht oder nicht geraucht wird. Ihre Bewerbung kann noch so gut sein und Ihre Qualifikationen 100% auf die Stelle passen, aber verqualmte Bewerbungsunterlagen könnten schnell ein Killerkriterium sein.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Welche Zusatzqualifikationen sollten die Bewerber vorweisen können?

    Fremdsprachen wirken immer. Zumindest wird englisch heute als Minimum in vielen Berufen vorausgesetzt. Und dabei ist gemeint am Telefon sich in Konversations- und Fachenglisch treffend auszudrücken. Als Zusatzqualifikation würden Auslandsaufenthalte, die als Sprachurlaube im Lebenslauf aufgeführt werden, als minimale Anforderung angesehen. Besser wären Abschluss-Diplome von ausländischen Schule, Colleges, etc.

    Weitere Zusatzqualifikationen wären abhängig von der beruflichen Ausrichtung. So würde es einem Berufseinsteiger als Wertpapier-Verkäufer nicht schaden vorher entsprechendes Fachwissen durch Praktika, schulische Schwerpunkte, etc. gesammelt zu haben.

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    Berufseinstieg in die Finanzdienstleistungsbranche in der Finanzkrise

    Gerade in der Finanzkrise fragen sich Bewerber: Gibt es bei der Bewerbung etwas, was in diesen Krisenzeiten anders zu machen ist oder beachtet werden soll? Bewerber sollten sich stärker auf Ihre Bewerbung vorbereiten wenn es um die Ausrichtung Ihrer beruflichen Karriere geht. Banken und Versicherung suchen in der derzeitigen Finanzkrise nicht mehr jeden und auch die strukturellen Veränderungen in der deutschen Finanzbranche sehen nach eher konstanten und sinkenden Beschäftigungszahlen aus. Deshalb sollte ein Bewerber sich das Wachstumpotential einzelner Geschäftsbereiche z. B. bei Banken anschauen. Der Vertrieb im Privatkundengeschäft gibt es sicherlich noch Wachstumpotential.+

    Spezielle Bewerbungsempfehlungen für Bewerber in der Finanzbranche in Krisenzeiten sehen nicht anders aus als in normalen Zeiten: grundsolide Ausbildung, vorbereitende Praktika, Arbeits- und Sprachaufenthalte im Ausland und eine positive Grundeinstellung. Natürlich muss die fachliche Eignung und Persönlichkeit mit den Anforderungen der Stelle übereinpassen.

    Für das Bewerbungsgespräch sollte der Bewerber einiges über den potentiellen Arbeitgeber wissen. Eine gründliche Internet-Recherche ist da unbedingt zu empfehlen. Fragen nach Geschäftsfeldern, Stärken, Wettbewerber, Marktposition, etc. sollten dabei ermittelt werden. Meist treten dabei Fragen auf, die nicht zufriedenstellend beantwortet werden können. Diese können dann im Bewerbungsgespräch zum Thema gemacht werden. Ansonsten gelten für das Vorstellungsgespräch die üblichen Regeln: Pünktlichkeit, perfektes Äußeres, Bewerbungsmappe und Anlagen als Handout dabei haben und positiv denken.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Bewerben über ein Online-Formular. Wie geht das?

    In vielen Internet-Jobbörsen, Personalberatungs- und auf immer mehr Firmen-Homepages können Sie sich bewerben, indem Sie ein vorgegebenes Formular ausfüllen und per Internet versenden.

    Diese Formulare sind ähnlich gestaltet wie Personalfragebögen, welche vielfach im Vorfeld eines Vorstellungsgesprächs ausgegeben werden. Bei der Ausführlichkeit solcher Fragebögen bestehen jedoch erhebliche Unterschiede: Fragen die einen in aller Kürze lediglich die allerwichtigsten persönlichen Qualifikationsdaten ab, wollen andere Firmen auf mehreren Seiten alle Daten Ihres Werdegangs samt der dazugehörigen Motive und Ursachen ganz genau in Erfahrung bringen.

    Die Vorteile von Bewerbungen über Online-Formulare liegen vor allem auf Arbeitgeber/innenseite. So lassen sich die - auf diesem Weg auf das Wesentliche reduzierte automatisierten Daten mühelos miteinander vergleichen. Erscheinen Kandidat/innen aufgrund dieser Angaben interessant, werden sie meist ersucht, Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einzureichen.
    Ein Nachteil dieser Bewerbungsform ist die Tatsache, dass Sie heikle Daten Ihres Werdegangs (kurze Firmenzugehörigkeiten, Zeiten der Beschäftigungslosigkeit u.ä.) oft weder erklären noch kommentieren können. Auch die Möglichkeiten, ausführlich auf die für den Arbeitgeber interessanten Punkte Ihrer Qualifikation hinzuweisen, sind zumeist eingeschränkt.

    Wenn Sie auf ein derartiges Formular treffen, sollten Sie dennoch den ersten Bewerbungskontakt über dieses abwickeln. Bieten Sie aber auf jeden Fall auch an (in einem freien Textfeld, telefonisch), ausführlichere Bewerbungsunterlagen nachzureichen.
    Werden Sie im Verlauf Ihrer Internet-Arbeitssuche mit einem solchen Online-Bewerbungsformular konfrontiert, beachten Sie folgende Punkte:

  • Nehmen Sie sich zum Ausfüllen des Online-Formulars ausreichend Zeit Rechtschreib-, Tipp- und Schlampigkeitsfehler sind ebenso tabu, wie in anderen Bewerbungsunterlagen


  • Im Gegensatz zum Erstellen von Email-Texten können Sie Online-Formulare nicht immer ohne weiteres offline (ohne aktuelle Verbindung ins Internet) ausfüllen; im schlimmsten Fall gehen die bereits eingegebenen Daten z.B. beim Umblättern verloren. Um Online-Kosten sparen zu können, drucken Sie am besten das Formular aus, bereiten die Antworten am Ausdruck vor und gehen erst zum endgültigen Ausfüllen wieder online


  • Fertigen Sie zu Dokumentationszwecken noch vor dem Versenden einen Ausdruck des ausgefüllten Formulars an. So können Sie zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. in einem Vorstellungsgespräch) noch eruieren, welche Angaben Sie beim Erstkontakt gemacht haben


  • Wenn Sie auch nach einer Woche noch keine Reaktion auf Ihre Formularbewerbung erhalten haben, erkundigen Sie sich telefonisch oder per E-Mail


  • Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum
    Job-Suche im Online-Netzwerk XING.com

    Auf die Suche nach geeigneten Kandidaten gehen die Personalentscheider immer häufiger in Online-Netzwerken wie Xing. In der Online-Community tummeln sich sowohl Hochschulabsolventen als auch berufserfahrene Fachkräfte der unterschiedlichsten Branchen und Tätigkeitsfelder. Für Personaler bietet Xing deshalb den idealen Marktplatz, um neue Mitarbeiter zu suchen. Wie sollte das eigene Profil aussehen, um selbst das Interesse der Entscheider zu wecken?

    Grundsätzlich gilt: Je aktueller, vollständiger und umfangreicher ein Profil, desto besser. Besonders wer unter „Ich suche“ und „Ich biete“ in vielen Punkten identische Angaben macht signalisiert dadurch, dass er sich in seinem Aufgabenbereich durchaus wohlfühlt, sich aber noch weiterentwickeln möchte. Auch die Auskunft über bisherige berufliche Stationen und Arbeitgeber ist für viele Personalverantwortlichen ein wichtiges Kriterium. Bei der Angabe der Positionen sollten allgemeinverständliche Erklärungen und Bezeichnungen gewählt werden.
    Gleichermaßen relevant wie die inhaltlichen Angaben ist auch das äußere Erscheinungsbild, denn ein gutes Foto sagt manchmal mehr aus als viele Worte. Wird ein Foto veröffentlicht – was sowohl bei aktiver als auch bei passiver Jobsuche von Vorteil ist – muss es einen hochwertigen und seriösen Charakter haben und trotz der geringen Größe noch gut erkennbar sein.

    Wer bei Xing einer oder mehreren Gruppen angehört, die private oder nicht berufsrelevante Themen betreffen, sollte in der Rubrik „Privatsphäre“ in den eigenen Benutzereinstellungen die Funktion aktivieren, dass entsprechende Artikel oder Gruppenbeitrage nicht von Suchmaschinen gefunden werden. Sonst kann es unter Umständen passieren, dass ein Personalverantwortlicher nach dem Namen eines für ihn interessanten Kandidaten sucht und auf diese Weise auch Infos aus dem privaten Umfeld erhält. Ebenso sensibel sollte auch mit Angaben über Hobbys umgegangen werden.

    Viel Erfolg wünscht das Team von Berufszentrum

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